Deutschland

Consumer Products 

Konsumgüter-Hersteller müssen immer unterschiedlichere Kundenbedürfnisse bedienen. Zugleich sehen sie sich mit einem starken Preiswettbewerb und immer kürzeren Produktionszyklen vor allem in der Unterhaltungselektronik und der Telekommunikation konfrontiert.

Bislang konnten Produzenten von geringeren Produktionskosten in Asien profitieren. Doch in vielen Branchen wird eine schnellere Reaktion auf den Bedarf der Absatzmärkte verlangt, was durch die vergleichsweise langen Lieferzeiten erschwert wird. Zudem hat sich bereits vor der Wirtschaftskrise von 2008 angedeutet, dass der Vorteil niedriger Produktionskosten auch durch steigende Löhne in den Produktionsländern und durch höhere Transportkosten als Folge höherer Energiepreise abnimmt.

 

Rohstoffsicherung und Nachhaltigkeit
Ob Baumwolle, Rohöl, Metalle oder andere Rohstoffe: Konsumgüterhersteller müssen sich ebenso auf eine steigende Weltmarkt-Nachfrage einstellen wie auf sich verknappende Ressourcen und zunehmende Spekulationen an den internationalen Rohstoffbörsen.

 

Die Rohstoffsicherung wird somit zu einem zentralen Thema vieler Produzenten. Hinzu kommen steigende Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit der Rohstoffe, um die Nachhaltigkeit der eigenen Wertschöpfungskette zu dokumentieren. Ein sozialverantwortliches und umweltverträgliches Handeln steht sehr im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Es gilt, Strafen und negative Publicity zu vermeiden und durch eine glaubwürdige Kommunikation das eigene Engagement als Erfolgsfaktor zu nutzen.

 

Vertikalisierung in der Organisationsstruktur
Die Bereiche Entwicklung und Produktion müssen heute schneller neue Kundenanforderungen bedienen als noch vor wenigen Jahren. Deswegen hat bei vielen Anbietern eine Vertikalisierung ihrer Struktur stattgefunden:

Durch die verstärkte Integration von Produktion und Vertrieb können Hersteller bereits innerhalb weniger Tage auf neue Kundenwünsche reagieren und so auch den Trend zur individuellen Massenfertigung (mass customization) bedienen.

  

Besonders im Textilbereich betreiben viele Hersteller bereits eine eigene Verkaufsplattform im Internet und treten so unter Ausschaltung des Handels direkt mit den Kunden in Kontakt.

 

Internationale Expansion
Neben den Anforderungen des Handels müssen sich die Konsumgüterhersteller auch den Ansprüchen der Absatzmärkte in den jeweiligen Ländern stellen. So ist Osteuropa weiterhin ein wichtiges Expansionsziel der großen Handelsketten. Entsprechend ziehen die Produktion und Logistik der Hersteller nach, um auch in diesen Ländern als Vorlieferant agieren zu können. Zudem stellen die jeweiligen Vorschriften und Gesetze der verschiedenen Länder eine zusätzliche Herausforderung dar. Dies bezieht sich ebenso auf den Herstellungsprozess wie auf die Sicherheit eines Produktes und dessen Entsorgung im Recycling-Kreislauf.

 

Multinationale Marke mit regionaler Komponente
Die Herausforderungen für die Hersteller von Consumer Products liegen darin, eine multinationale Marke mit zum Teil regionalem Fokus zu entwickeln und durch die Leistungen der Produkte und des Service dem Kunden ein Wertversprechen ("Value Proposition") zu vermitteln.

 

Gerne beraten Sie unsere Branchenspezialisten zu den aktuellen Fragestellungen der Konsumgüterindustrie. KPMG unterstützt Ihr Unternehmen dabei, sich erfolgreich auf diese Veränderungen einzustellen und neue Chancen zu Ihrem Vorteil zu nutzen.

Mark Sievers

Mark Sievers

Partner, Head of Consumer Markets

+49 40 32015-5840

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