Deutschland

Details

  • Geschäftsbereich: Advisory, Consulting
  • Typ: Aktuelles, Publikationen, Videos
  • Datum: 05.02.2014
  • Länge: Protokoll

Neue Studie des Institutes of Corporate Education e.V. (incore) „Weiterbildung 2030“ 

2030: Szenarien der betrieblichen Weiterbildung

Ob mit Gehirn-Screenings zu größerem Lernerfolg oder mithilfe von Bildungsavataren im Web durch das nächste Mitarbeitertraining – die Zukunft der (Weiter-) Bildungsmethoden bietet viele mögliche Szenarien. Wissensaneignung und Qualifizierung werden immer wichtiger: kaum jemand kann heute von sich behaupten, ausgelernt zu haben.
                   

Die Entwicklungen in der Weiterbildung sind deshalb für Mitarbeiter, Unternehmen, Wissenschaft und Politik hoch relevant: Wie wird Wissensvermittlung künftig organisiert? Wie wird neue Technologie Lernprozesse beeinflussen? Wird Zugang zu Bildung zum neuen Luxus oder zum kostenlosen Gemeingut? Diesen und weiteren Fragen sind das Institute of Corporate Education e.V. (incore), die F.A.Z. Executive School, Bayer Material Science und der Corporate Campus für Management und Strategie der DZ Bank Gruppe im Rahmen einer umfassenden Studie zur Zukunft des Weiterbildungsmarktes in Deutschland nachgegangen.
                       

Die Studie analysiert die zentralen Trends der kommenden Jahre in der betrieblichen Weiterbildung. Im Ergebnis simuliert sie unter anderem mögliche Szenarien der Zukunft. Ziel ist es, eine Basis zu schaffen für die Entwicklung zukunftsrobuster, innovativer und inspirierter Strategien. Sich rechtzeitig auf diese Trends einzustellen, bedeutet strategisch zu handeln und die Chancen zu einer aktiven Zukunftsgestaltung zu ergreifen. Dabei gilt es, sich nicht nur auf die wahrscheinlichen Entwicklungen einzustellen, sondern auch Trendeinbrüche und Überraschungen einzubeziehen, die sogenannten Wildcards.
                    
So untersucht die Studie beispielsweise das Krisenszenario eines irreversiblen Zusammenbruchs der weltweiten IT-Infrastruktur und der Nichtverwendbarkeit aller vorhandenen Speicher. Betriebliche Weiterbildungsanbieter, die schwerpunktmäßig auf Digitalisierung setzen, sollten über exzellente Sicherungsmöglichkeiten verfügen oder schlicht die eigenen Archive bei der Digitalisierung nicht miteinbeziehen. 
           
Dieses Krisenszenario im Blickfeld zu haben ist ebenso wichtig wie die weitaus wahrscheinlichere Perspektive einer massiven „Technologisierung“ der Weiterbildungsumgebung. Dabei werden Trainings in virtuellen Seminarräumen abgehalten und das Recruiting der Teilnehmer – bzw. deren digitaler Avatare – findet über geschlossene Communities in Social-Media-Portalen statt.
                             
Diese Beispiele zeigen: um langfristige Strategien in der betrieblichen Weiterbildung zu gestalten, braucht es einen breiten Blickwinkel, Flexibilität und die Fähigkeit zur Anpassung. Technologische, soziale und ökonomische Megatrends werden in den kommenden Jahrzehnten das Lernen noch intensiver beeinflussen. Dies zu erkennen ist ein gesellschaftlicher Imperativ und die Voraussetzung dafür, dass Deutschland in Zukunft eine führende Rolle in der Wissensgesellschaft spielen kann.

 

Nicole Gaiziunas-Jahns

Nicole Gaiziunas-Jahns

Partner, Consulting

+49 30 2068-4768

Werte. Wandel. Wirtschaft.