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  • Branche: Handel und Konsumgüter
  • Typ: Aktuelles
  • Datum: 17.07.2014

Digitale Umwälzung hat Priorität für Chefs der Konsumgüterbranche - aber einem Drittel fehlt das Know-how 

Digitaler Einkauf
Die Konsumgüterindustrie und der Einzelhandel schauen mit mehr Optimismus auf die Wachstumsaussichten der Branche in den kommenden Jahren.

Laut einer globalen Umfrage von KPMG und „The Consumer Goods Forum“ (CGF) erwarten fast zwei Drittel der befragten Unternehmenschefs ein Wachstum ihres Geschäfts von mindestens sechs Prozent oder mehr über den Zeitraum der kommenden zwei Jahre. Ein Viertel der Konzernlenker rechnet sogar mit einer zweistelligen Wachstumsrate.

 

Zukunftsthemen verdrängen Sorge um Absatz auf der Agenda der CEOs

 

Der Ergebnisse des zum zweiten Mal durchgeführten "Global Consumer Executive Top of Mind Survey 2014" zeigen im Vergleich zur Vorjahresbefragung einen deutlichen Positivtrend. Unter dem Eindruck der Wirtschaftskrise stand damals noch die Sorge um Absatz und die Profitabilität der Produkte im Vordergrund. In der aktuellen Umfrage haben dagegen Zukunftsthemen die Spitzenplätze auf der Agenda der CEOs erklommen. Dazu gehören insbesondere Technologiethemen wie die Digitalisierung, Big Data und die Organisation der Lieferketten.

 

Für die Studie wurden weltweit fast 500 Vorstände und Führungskräfte aus der Konsumgüterindustrie und dem Einzelhandel in 32 Ländern befragt.

 

Trend zu Digital

 

Da die Nachfrage der Verbraucher nach einem digitalen Einkaufserlebnis wächst und sich immer mehr Geschäft in Richtung Onlinehandel und eCommerce verlagert, bemühen sich die Unternehmen, diese Entwicklung aufzugreifen.
Die Suche nach erfolgversprechenden digitalen Strategien und Verkaufsplattformen steht bei der Mehrheit (54 Prozent) der befragten Konzern-CEOs an Platz 1 ihrer Agenda für die kommenden zwölf Monate. Fast ein Drittel (32 Prozent) geben jedoch an, dass sie in ihrem Unternehmen derzeit noch geringe oder gar keine Fähigkeiten in diesen Bereichen haben.

 

Big Data verändert Business-Modelle in der Branche

 

Hand in Hand mit der externen Digitalisierung des Konsums beim Verbraucher gehen auch die beiden anderen Topthemen für die CEOs – Big Data und das Management der eigenen Lieferketten. Für die Mehrheit (56%) der Unternehmenslenker steht fest, das die neuen Möglichkeiten der digitalen Datenverarbeitung und -vernetzung große Auswirkungen auf die Branche und ihre jeweiligen Business-Modelle haben wird. Deshalb räumen sie ihr höchste strategische Priorität ein.

 

Gleichzeitig sorgt die Datenflut für zusätzliches Kopfzerbrechen bei den CEO’s. Fast jeder zweite Befragte (47%) sieht in dem Thema Datensicherheit die aktuell größte Herausforderung für das eigene Unternehmen.

 

Für Mark Sievers, Head of Consumer Markets, sind die Ergebnisse der Studie eindeutig:

 

„Data Analytics ist das Thema Nummer eins für die CEOs – aber zugleich auch ihre größte Herausforderung. Daten und Technologie treiben und wandeln die aktuellen Geschäftsmodelle. Neben der Herausforderung nahtlos integrierte Einkaufserlebnisse für die Kunden über alle Kanäle zu schaffen, stellt das Management des Datenvolumens und der Datensicherheit die Unternehmen vor große Herausforderungen.“

 

Zugleich warnt er vor den Risiken der neuen Datenflut:
 

„Das extrem große Datenvolumen, das zu 90 Prozent erst in den vergangenen zwei Jahren generiert wurde, erschlägt viele Unternehmen geradezu. Viele arbeiten fieberhaft an einer Strategie, um es sinnvoll zu nutzen und daraus neues Wachstum und mehr digitales Geschäft zu generieren. Dabei spielt die Sorge um die Datensicherheit eine wichtige Rolle. Ohne ausreichende Standards zum Schutz der Kundendaten kann die Entwicklung einer Digitalstrategie nicht erfolgreich sein.“

 

 

 

Mehr zu den Ergebnissen erfahren Sie auch in der aktuellen Infografik zur Studie:
 
 

Infografik
 

Mark Sievers

Mark Sievers

Partner, Head of Consumer Markets

+49 40 32015-5840