Die zweite Frage, die sich Geldgeber in Deutschland und Europa stellen sollten, ist die Frage nach dem richtigen Instrumentarium, um das Risiko von Korruption und Mittelverschwendung in den Empfängerländern nachhaltig zu reduzieren.
Wirtschaftskriminelles Handeln und dessen Bekämpfung ist von länder- und sektorenspezifischen Besonderheiten abhängig, das heißt der simple Export von bekannten Lösungen aus den Geberländern greift in vielen Fällen zu kurz. Beispielsweise sind Hinweisgebersysteme beim Bestehen eines übergeordneten Loyalitätsbewusstseins gegenüber Mitgliedern der eigenen ethnischen Gruppe nur eingeschränkt funktionsfähig, wie beispielsweise in vielen Regionen Afrikas der Fall. Ein anderes Beispiel sind die regelmäßig divergierenden Voraussetzungen in Bezug auf bestehende Prozesse wie unter anderem der Buchhaltung, die nicht selten bei lokalen Partnerorganisationen der Entwicklungszusammenarbeit noch in Excel erfolgt.
Unsere Experten für Compliance & Forensic in der Entwicklungszusammenarbeit sind im Zusammenspiel mit unserem internationalem KPMG-Netzwerk sowohl mit den formalen Anforderungen der Mittelgeber in Deutschland und Europa als auch mit sprachlichen, kulturellen, rechtlichen und sozioökonomischen Gegebenheiten in den wesentlichen Empfängerländern vertraut.
Basierend auf dieser Expertise bieten wir im Rahmen von IDAS innovative Lösungen an, die öffentliche und private Akteure der Entwicklungszusammenarbeit bei der Aufdeckung, Aufklärung und Verhinderung von Korruption sowie der Sicherstellung der effizienten Mittelverwendung in Afrika, Asien und Lateinamerika unterstützen, ohne negativen Einfluss auf den Verwaltungskostenanteil der Geberorganisation zu nehmen.