Schweiz

Die Pauschalbesteuerung in der Schweiz 

Für ausländische Staatsbürger, die erstmals oder nach zehnjähriger Landesabwesenheit Wohnsitz in der Schweiz nehmen und nicht hier erwerbstätig sind, bietet sich die Möglichkeit der Besteuerung nach dem Aufwand. Diese so genannte Pauschalbesteuerung ist seit der Abschaffung im Kanton Zürich aufgrund einer Volksinitiative auch in anderen Kantonen sowie auf Bundesebene unter Druck geraten.

 

Auf nationaler Ebene wurde im März 2011 eine eidgenössische Initiative zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung lanciert. Am 19. Oktober 2012 wurden 103‘000 beglaubigte Unterschriften für die Initiative bei der Bundeskanzlei eingereicht. Nach der Prüfung durch die Bundeskanzlei wird die Initiative voraussichtlich 2014 zur Abstimmung kommen.


Die folgende Karte gibt Ihnen einen Überblick über die aktuelle Situation:

∎  Keine Initiative lanciert / Initiative bisher nicht zustande gekommen
  Besteuerung nach dem Aufwand beibehalten, jedoch unter verschärften Bedingungen
Besteuerung nach dem Aufwand abgeschafft
Initiative zustande gekommen, Abstimmung ausstehend

(Stand: März 2013)

 

 

Aktuelle Entwicklungen bei der Besteuerung nach dem Aufwand

Neue Regelungen in der Sozialversicherung

 

Mit Wirkung per 1. Januar 2012 kommen unter anderem auch für Nichterwerbstätige höhere AHV-Beitragssätze zur Anwendung. Personen, die nach dem Aufwand besteuert werden, gelten in der Schweiz als nicht erwerbstätig und sind somit direkt von der Erhöhung der Beitragslast betroffen.

 

Im Falle einer ausländischen Erwerbstätigkeit der in der Schweiz pauschalbesteuerten Person kann unter Umständen jedoch eine generelle Befreiung von der Beitragspflicht für die schweizerische AHV beantragt werden.

 

Bundesrat und Finanzdirektorenkonferenz wollen Akzeptanz der Pauschalbesteuerung fördern

 

Dazu schlagen sie folgende Verschärfungen der Konditionen auf Bundes- und Kantonsebene vor:

  • Als Mindestlimite für den weltweiten Aufwand soll bei der direkten Bundessteuer und der kantonalen Steuer das Siebenfache des Mietzinses respektive des Mietwerts oder das Dreifache des Pensionspreises für Unterkunft und Verpflegung festgelegt werden.
  • Bei der direkten Bundessteuer soll eine minimale Bemessungsgrundlage von 400'000 Franken festgelegt werden. Die Kantone sollen ebenfalls einen Mindestbetrag festlegen, sind aber bei dessen Höhe frei.
  • Die Kantone sollen verpflichtet werden, bei der Aufwandbesteuerung die Vermögenssteuer zu berücksichtigen.
  • Für Altfälle soll eine Übergangsfrist von 5 Jahren gelten.

Frank Lampert

Frank Lampert

Head of International Private Client Services Switzerland & Partner, Tax

+41 58 249 49 84

International Private Client Services

KPMG's IPC Services erbringt Leistungen für eine anspruchsvolle Privatkundschaft. Unsere Service Line mit Steuerexperten, Anwälten, Treuhändern und Wirtschaftsprüfern ist ausgerichtet auf steuerliche und rechtliche Dienstleistungen.