Schweiz

Unternehmenssteuerreform III 

Seit 2007 spürt die Schweiz zunehmenden internationalen Druck auf die privilegierte Besteuerung von Holdings, gemischten Gesellschaften und Sitzgesellschaften, insbesondere von Seiten der Europäischen Union. Als Reaktion darauf arbeiten Bund und Kantone derzeit an einer Neugestaltung der schweizerischen Steuergesetzgebung. Nachdem im Dezember 2013 der Schlussbericht über die „Massnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des schweizerischen Steuersystems“ vorgestellt wurde, hat der Bundesrat am 22. September 2014 die Vernehmlassung zur Unternehmenssteuerreform III gestartet.
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Bestrebungen zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmensstandorts Schweiz

 

Das Ziel der Unternehmenssteuerreform III ist die Weiterentwicklung der steuerlichen Attraktivität des Unternehmensstandortes Schweiz, die Förderung der internationalen Akzeptanz gegenüber zentraler Merkmale der schweizerischen Unternehmenssteuerordnung und die Sicherstellung ausreichender steuerlicher Einnahmen zur Finanzierung staatlicher Tätigkeiten.

 

Schwerpunkt wird dabei gelegt auf die Sicherstellung von Rechts- und Investitionssicherheit und die generelle Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Schweizer Steuersystems, während spezielle Steuerregimes abgeschafft werden sollen.

 

Die Vernehmlassungsvorlage basiert auf folgenden Elementen:

 

  • Einführung einer Lizenzbox auf kantonaler Ebene
    Die vorgeschlagene Lizenzbox unterstützt Investitionen in der Schweiz, mit der Bereitstellung eines Anreizes zur Beibehaltung existierender Patente, zur Entwicklung innovativer und patentierter Produkte, und zur Ansiedlung von entwicklungsbezogenen, wertschöpfungsintensiven Arbeitsstellen in der Schweiz.
  • Einführung einer zinsbereinigten Gewinnsteuer
    Auf überdurchschnittlich hohem Eigenkapital einer Gesellschaft soll ein Zinsabzug vorgenommen werden können. Dies unterstützt die Attraktivität der Schweiz für Finanzierungsfunktionen, und bevorzugt Firmen, welche solid mit Eigenkapital finanziert sind.
  • Regelungen zur Aufdeckung von stillen Reserven
    Dies erlaubt Planungssicherheit für den Steuerzahler und die Behörden, mit einer konsistenten Behandlung von Zu- und Wegzügen vom resp. ins Ausland und beispielsweise auch bei Anwendung einer Lizenzbox.
  • Generelle Senkung von kantonalen Gewinnsteuersätzen
    Es ist den Kantonen überlassen, innerhalb der Grenzen ihres Budgets die Steuersätze auf Kantons- und Gemeindeebene zu senken. Gewisse Kantone haben schon neue Zielgrössen für ihre Steuersätze kommuniziert, der Kanton Waadt beispielsweise plant die Senkung auf 13.79%.
  • Weitere Massnahmen
    Die Vernehmlassungsvorlage beeinhaltet weitere Massnahmen, wie die Abschaffung der Emissionsabgabe auf Eigenkapital, Anpassungen bei der Verlustverrechnung, Anpassungen beim Beteiligungsabzug, die Einführung einer Kapitalgewinnsteuer auf Wertschriften und Anpassungen im Teilbesteuerungsverfahren.

 Anteil privilegiert besteuerter Gesellschaften pro Kanton

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Bleiben Sie auf dem neuesten Stand der aktuellen Entwicklungen rund um die USR III

Die Vernehmlassungsfrist dauert bis anfangs 2015. Danach wird der Bundesrat die finale Vorlage erarbeiten, welche in den parlamentarischen Kammern und Kommissionen beraten wird. Falls kein Referendum ergriffen wird, kann angenommen werden, dass die neuen Gesetze auf Januar 2019 in Kraft treten werden.

 

KPMG Schweiz verfolgt die Reformbemühungen der Entscheidungsträger sowohl aus politischer als auch aus wirtschaftlicher Perspektive ganz genau. Unsere Experten sind entsprechend in der Lage, Ihnen regelmässig zeitnahe und umfassende Einblicke in die aktuellen Diskussionen zu geben.

 

Falls Sie die Steuerplanung Ihres Unternehmens im Lichte der Unternehmenssteuerreform III diskutieren oder prüfen möchten, freuen wir uns sehr über Ihre Kontaktaufnahme.

Peter Uebelhart

Peter Uebelhart

Head of Tax

+41 58 249 42 24

Stefan Kuhn

Stefan Kuhn

Partner, Head of International Corporate Tax

+41 58 249 54 14

Aufzeichnung Webcast 2014

Erkenntnisse zu den wichtigsten Punkten und Implikationen der Vernehmlassungsvorlage des EFD.

 

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Vergleich des Gesetzesentwurfes

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Vergleichende Übersicht zu den detaillierten Regelungen des Gesetzesentwurfes und den aktuell gültigen Steuergesetzen.

Aufzeichnung Webcast 2013

Erkenntnisse zu den wichtigsten Punkten und Implikationen des Schlussberichts des EFD.

 

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International Corporate Tax

Bei der Unternehmensbesteuerung braucht es eine tragfähige Strategie. Ein globaler Ansatz bietet Antworten auf viele Fragen.