Die Schweiz als wirtschaftsgeografischer Raum, und mit ihr der Immobilienmarkt, zeichnet sich durch eine Reihe von Vorteilen aus. Die intakten volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das steigende Volkseinkommen, die politische Stabilität, die ausgesprochen hohe Lebensqualität, die gesunden Staatsfinanzen und die flexiblen Arbeitsmarktverhältnisse mit einem aktuell positiven Wanderungssaldo von hochqualifizierten Arbeitskräften wirken sich auf den Immobilienmarkt langfristig positiv aus. Daraus resultiert eine hohe Zuwanderung.
Parallel besteht seit längerem ein tiefes Zinsniveau was die Nachfrage nach Wohneigentum bedeutend erhöht und damit zu höheren Preisen geführt hat. Dass Finanzierungen in diesem makroökonomischen Umfeld nicht ohne Risiko für die Banken sind, ist nicht von der Hand zu weisen. Die SNB und die FINMA warnen denn auch davor, dass künftige Risiken heute unbemerkt in die Bankbilanz einfliessen und das Problem in die Zukunft verschoben werde. Die Banken sind gefordert, ihre Vergabepolitik konsequent durchzusetzen und ihre „Exception-to-Policy“-Geschäfte (ETP) in einem angemessenen Rahmen zu halten.
Die KPMG Studie in Kooperation mit Prof. Dr. Maurice Pedergnana von der Hochschule Luzern und den Immobilienmarktspezialisten Dr. Stefan Fahrländer und Dr. Stephan Kloess, zeigt eine Analyse der Kräftefelder in den vielfältigen Ursache-Wirkung-Beziehungen im schweizerischen Immobilien- und Hypothekarmarkt auf. Um die Beurteilung dieser Kräftefelder aus dem Markt zu evaluieren, wurden rund zwanzig im Hypothekargeschäft tätige Banken befragt. Die Resultate werden in 7 Thesen beleuchtet.