Deutschland

Retail 

Die gesamtwirtschaftliche Erholung und der positive Trend am Arbeitsmarkt haben die Rahmenbedingungen für den Einzelhandel verbessert. Doch unabhängig der Konjunktur sieht sich der Handel in den nächsten Jahren sich stetig ändernden Anforderungen gegenüber, die Formate, Vertriebswege und Sortimente betreffen.

Nachhaltigkeit
Unternehmen werden zunehmend in die gesellschaftliche Verantwortung genommen. Gerade für den Einzelhandel, der am Ende einer mehr oder weniger langen Wertschöpfungskette steht, entstehen daraus besondere Herausforderungen. Letztendlich muss der Handel sicherstellen, dass auf sämtlichen Vorstufen die Anforderungen an Umweltschutz und Arbeitsbedingungen eingehalten werden können.

Doch darf es für den Handel beim Thema Nachhaltigkeit nicht nur um die Vermeidung von Sanktionen und negativer Publicity gehen. Vielmehr muss das eigene Engagement als Erfolgsfaktor durch eine glaubwürdige Kommunikation genutzt werden.

 

Formate und Geschäftsmodelle
Welche Vertriebsformate sind für die Zukunft am besten gerüstet? Das ist eine der zentralen Fragen im Einzelhandel. Die Entwicklung der Warenhäuser wird mit Spannung gesehen. Im deutschen Lebensmittel-Einzelhandel erleben Supermärkte ein Comeback, nachdem über viele Jahre Discounter das Wachstumstempo bestimmt haben. Es ist davon auszugehen, dass der Discount auch künftig einer der wichtigen Vertriebstypen sein wird. Doch demografische Entwicklungen und andere Faktoren wie etwa höhere Benzinpreise begünstigen die Nahversorger.

 

Zudem gewinnt in allen Segmenten der Warenvertrieb über das Internet weiter an Bedeutung. Viele traditionell stationäre Händler fahren mittlerweile eine Multi-Channel-Strategie, doch häufig noch ohne diese wirklich im Unternehmen als Cross-Channel-Strategie zu "leben". Nischenplayer haben sich in verschiedenen Segmenten etabliert. Und mit dem Online-Vertrieb von Lebensmitteln scheint nun auch die Zeit für dieses bisher kaum vertretene Geschäftsmodell gekommen zu sein. Zudem bietet das Online-Geschäft die Möglichkeit für wertstiftende Allianzen, bei denen sich Kernkompetenzen verschiedener Marktteilnehmer sinnvoll ergänzen können.

 

Demografischer Wandel
Der Bevölkerungsanteil der über 50-Jährigen wächst stetig. Dadurch verändern sich auch die Ansprüche eines wachsenden Anteils der Bevölkerung an Produkte, Ladengestaltung und Waren-Verfügbarkeit. Die Branche hat in ihrer Kommunikation diese Entwicklung schon seit geraumer Zeit aufgenommen und mit der gezielteren Ansprache der sogenannten "Best Ager" oder "Generation 50+" begonnen. Doch der tatsächliche Wandel und die eigentliche Herausforderung stehen noch bevor, wenn von 2015 an die Mitglieder der geburtenstarken Jahrgänge das Rentenalter erreichen.
 

Berechnungen zufolge wird dann die Bevölkerungszahl ohne gezielte Zuwanderung sinken - mit unmittelbaren Auswirkungen auf den Gesamtumsatz des deutschen Einzelhandels. Konsequenzen daraus sind ein weiterer Konzentrationsprozess und die anhaltende Suche nach attraktiven Auslandsmärkten. Durch eine Jahrzehnte währende Prüfungs-und Beratungspraxis verfügt KPMG über eine umfassende nationale und internationale Branchenexpertise im Handel und in der Konsumgüterindustrie und unterstützt Ihr Unternehmen mit einem umfassenden Dienstleistungsangebot.

Mark Sievers

Mark Sievers

Partner, Head of Consumer Markets

+49 40 32015-5840

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