Deutschland

Food & Drink 

Die Food & Drink-Branche muss auf zunehmend individuelle Konsumentenwünsche reagieren. Die Risiken steigen auf einem Markt, der sich immer stärker polarisiert und internationalisiert.

Der Konzentrationsprozess innerhalb eines Marktsegmentes erfordert mehr denn je flexible Unternehmensstrukturen, Innovationskraft und einen Fokus auf internationale Marken. Zudem verkürzen sich Produktzyklen immer mehr. Auch nehmen Anforderungen an sozialverträgliche und ressourcenschonende Herstellung zu. Innovationsgeist und Risikobewusstsein sind gefragt.

 

Internationalisierung und Konzentration von Einzelhandelsketten
Lebensmittel-Hersteller sehen sich zunehmend mit der Einkaufsmacht von Einzelhandelsketten konfrontiert. Diese agieren zunehmend international und versuchen, den Preisdruck des Marktes an die Industrie weiterzugeben. Zudem weitet der Handel nach und nach sein Eigenmarkenportfolio aus, das längst nicht mehr nur das Preiseinstiegssegment bedient. Die Rückwärtsintegration - etwa von Fleischereien oder Getränkeherstellern - sorgt zusätzlich verschwimmende Grenzen zwischen Produzenten und dem Handel.

 

Rohstoffsicherung und Nachhaltigkeit mehr denn je gefragt
Die weltweite Nachfrage nach Lebensmitteln steigt, Umweltkatastrophen führen zu Ernteausfällen, und an den Börsen nehmen Spekulationen mit Agrar-Rohstoffen zu. Die Rohstoffsicherung wird somit zu einem zentralen Thema vieler Lebensmittelproduzenten. Hinzu kommen steigende Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit der Rohstoffe, um die Nachhaltigkeit der eigenen Wertschöpfungskette zu dokumentieren.

 

In kaum einem Wirtschaftszweig steht Nachhaltigkeit so im Fokus wie bei der Lebensmittel-Herstellung. Steigende Verbraucher-Ansprüche an nachhaltig hergestellte Produkte, verbunden mit der geringen Bereitschaft, dafür mehr Geld auszugeben, stellt die Branche vor besondere Herausforderungen.

 

Im Vertrieb lassen sich hier die Trends von Bio- und regionalen Produkten beziehungsweise von Bio- und Fair-Trade-Lebensmittel verbinden. Mit dem Thema Arbeitsbedingungen oder dem Energieverbrauch bei Herstellung und Transport kommen weitere Facetten hinzu.

 

Individualisierte Produkte auf dem Vormarsch
Lactosefrei, glutenfrei oder Halal-Lebensmittel: Unterschiedliche Kundengruppen verlangen speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Produkte, die verstärkt über das Internet in den Lebensmittelsektor Einzug halten. Anbieter etwa von individuell zusammengestelltem Müsli, Saft, Schokolade bilden eine erfolgreiche Nische im Internet. Ob künftig auch große Hersteller den Direktvertrieb über das Internet wählen, bleibt abzuwarten.

 

Rechtliche Rahmenbedingungen
Die Branchentrends wirken sich auch rechtlich aus. Die Produzenten sehen sich immer zahlreicheren EU- und Länder-Normen gegenüber, die sich zum Beispiel mit strikteren Auszeichnungsanforderungen für Herkunfts- und Inhaltsvorschriften von Produkten beschäftigen. Ebenso werden im Rahmen der europäischen Angleichung und der geänderten EU-Subventionspolitik in den nächsten Jahren Subventionen weiter gekürzt werden. So dürfte sich der Preiskampf weiter verschärfen.

 

Unterstützung durch unsere Branchenspezialisten
Unsere Mandanten der Food & Drink-Branche profitieren von der langjährigen Erfahrung und dem großes Branchenwissen unserer Spezialisten. KPMG unterstützt auch Ihr Unternehmen mit umfassenden Prüfungs-und Beratungsleistungen.

Mark Sievers

Mark Sievers

Partner, Head of Consumer Markets

+49 40 32015-5840

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