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  • Geschäftsbereich: Advisory, Consulting
  • Typ: Aktuelles
  • Datum: 25.02.2014

Die Zukunft der strategischen Vorausschau 

Netzwerk Zukunftsforschung
Unternehmen zu führen heißt immer auch, die Zukunft einzuschätzen. Auf welchen Erwartungen bauen die Entscheider ihre Prognosen, Personal- und Ressourcenplanung auf? Und worauf stützen sie die eigenen Annahmen von der Zukunft? Das Zauberwort heißt strategische Vorausschau, oder Zukunftsforschung. Diese junge Disziplin gewinnt schnell an Bedeutung, wird professioneller und stützt sich immer mehr auf Technologie.

Erhalten Zukunftsstrategen bald die Vorausschau per App? Welche Rolle Technologie für die Zukunftskompetenz von Entscheidern spielt, diskutierte das Netzwerk Zukunftsforschung im Januar. Werden neue, hoch komplexe IT-Systeme den Zukunftsmanager ersetzen?

         

Das nicht, da sind sich die Experten einig. Die Technologie ermöglicht es, Daten zu erheben und zu verarbeiten, das Ergebnis muss jedoch interpretiert werden. Damit entstehen neue Dienstleistungen und Berufsfelder um die Technologie herum.
       

Ein aussichtsreiches Tool sind etwa Foresight Support Systeme. Sie vereinen viele der über dreißig Methoden der Zukunftsforschung in einer Software Suite. Ohne großen Aufwand lassen sich damit schärfere Blicke in die Zukunft werfen. Die Bedienung ist jedoch nicht leicht und erfordert qualifizierte Manager und Mitarbeiter. Die Personalentwicklung muss das in der betrieblichen Weiterbildung berücksichtigen.
                 

Andererseits können die großen Lösungen, die mehrere Systeme kombinieren, auch abschrecken. Weil sie so umfangreich sind, werden sie „Monster der Zukunft“ genannt. Da sie sehr komplex sind dürfte es schwierig sein, eine größere Zahl von Mitarbeitern für ihren Einsatz auszubilden. 
                 

„Monster-IT-Lösungen wären praktisch die Shopping Mall der Zukunftsforschung: alles unter einem Dach. Aber je komplexer die Anwendung, desto ängstlicher werden die Anwender. Das heißt: Die Zukunft wird eine Frage der Technologisierung sein, aber noch stärker eine Frage der Qualifizierung der Anwender“, erklärt Dr. Heiko von der Gracht, Leiter des Think Tanks für Zukunftsmanagement am Institute of Corporate Education e.V. (incore).

                   

Einig waren sich die Experten auch, dass die Disziplin technologischer und professioneller wird. Gastgeber und Mitveranstalter war incore. Das Netzwerk Zukunftsforschung ist der einzige auf die Qualität der Zukunftsforschung fokussierte deutsche Zusammenschluss von Wissenschaftlern und Praktikern.

 

 

 

Illustration: Heyko Stöber

 

Nicole Gaiziunas-Jahns

Nicole Gaiziunas-Jahns

Partner, Consulting

+49 30 2068-4768

Werte. Wandel. Wirtschaft.