Deutschland

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  • Branche: Gesundheitswirtschaft
  • Typ: Publikationen
  • Datum: 06.02.2014

Das deutsche Gesundheitssystem - Qualität und Effizienz 

Die vorliegende Untersuchung beruht auf Basisdaten des weltweiten Gesundheitssystemvergleichs der OECD aus dem Jahr 2013. Sie kommt zu dem Ergebnis: Die Ausgaben für Gesundheit in Deutschland sind weiter gestiegen, die Qualität dagegen ist nicht in allen Bereichen überzeugend.
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In der Studie „Qualität und Wirtschaftlichkeit im deutschen Gesundheitssystem“ stellte KPMG Anfang 2013 fest, dass die Qualität in deutschen Krankenhäusern weder verlässlich ermittelt noch ausreichend vergütet wird. Das zeigt sich unter anderem darin, dass es keinen statistisch nachweisbaren Zusammenhang zwischen der Qualität und dem wirtschaftlichen Erfolg deutscher Krankenhäuser gibt.

 

Anlass hierfür war, dass das deutsche Gesundheitssystem, das nach wie vor als eines der besten der Welt gilt, im europäischen Vergleich des European Health Consumer Index (EHCI) lediglich mittelmäßig abgeschnitten hatte.

 

Teuer, aber nicht besser

 

Die umfassende Analyse der KPMG-Datenbank Krankenhaus 300® brachte das ernüchternde Ergebnis zutage. Die daraus abgeleitete Empfehlung an die Politik bestand darin, ein Entgeltsystem zu entwickeln, das nicht länger das Mengenwachstum stimuliert, sondern die Qualität einer Behandlung belohnt. Anderenfalls würde das deutsche Gesundheitssystem in absehbarer Zeit immer teurer, ohne jedoch gleichzeitig besser zu werden.

 

Die vorliegende Untersuchung beruht auf Basisdaten des weltweiten Gesundheitssystemvergleichs der OECD aus dem Jahr 2013. Sie kommt zu dem Ergebnis: Die Ausgaben für Gesundheit in Deutschland sind weiter gestiegen, die Qualität dagegen ist nicht in allen Bereichen überzeugend. Aus der Untersuchung geht deutlich hervor, dass Deutschland zwar einen europäischen Spitzenplatz in der Bereitstellung von Ressourcen für das Gesundheitssystem einnimmt, hinsichtlich der Qualität der Resultate, die aus dem hohen Aufwand zu erwarten wären, jedoch noch deutliche Verbesserungspotenziale bestehen.

 

Mehr Geld hilft nicht

 

Konsens scheint zu sein, dass zukünftig Qualität eine stärkere Bedeutung haben muss. Bei der Frage, wie das erreicht werden soll, gehen die Meinungen erheblich auseinander. Der Fokus sollte daher zukünftig nicht vordergründig darauf liegen, noch mehr Geld für das Gesundheitssystem auszugeben, um noch bessere Ressourcen bereitzustellen. Vielmehr müssen verstärkt Themen wie Transparenz, Patientenorientierung und somit die Versorgungs- und Ergebnisqualität als Ganzes angegangen werden.

 

Prof. Dr. Volker Penter

Prof. Dr. Volker Penter

Partner, Head of Health Care

+49 30 2068-4740

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