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  • Branche: Automobilindustrie
  • Datum: 06.03.2014

Plug-in-Hybrid – Powerzüchtung für die Steckdose 

Mit unserem neuen Format Buzzword-Bingo erklären wir Schlagworte und oft genutzte Begriffe – aus der Wirtschaft und aus einem besonderen Blickwinkel. Zum Start des Genfer Auto-Salons haben wir den "Plug-in-Hybrid" genauer unter die Lupe genommen.

Es ist noch nicht allzu lange her, da lachte man über die Bemühungen einiger Hybridpioniere, ihre alternative Antriebstechnik großflächig auf den Markt zu bringen. Diese Zeiten sind vorbei. Heute denkt bei Hybrid niemand mehr an Botanik oder Molekularbiologie. Auf dem Genfer Auto-Salon präsentiert die Branche dieser Tage ihre Neuigkeiten rund um alternative Antriebstechnologien und Elektromobilität.  

 

Hybrid ist nicht gleich Hybrid
 

Fahrzeuge, die Verbrennungs- und Elektromotoren kombinieren, gehören mittlerweile zur etablierten Produktpalette vieler Hersteller – vor allem in den USA. Verschiedene Konzepte, Techniken und Begrifflichkeiten bestimmen die Szenerie: Mild-, Voll- oder Plug-in-Hybride – mit jeweils eigenen Vor- und Nachteilen. Eines steht jedoch fest: An Hybrid-Fahrzeugen kommt kein Hersteller mehr vorbei. Sie sind die notwendige Brückentechnologie auf dem Weg zur reinen Elektromobilität. 
  

Plug-in-Hybrid – die Reichweite entscheidet

 
Im Grunde ist ein Plug-in Hybrid nichts anderes als ein Vollhybrid – sowohl Verbrennungsmotor als auch Elektromotor können das Fahrzeug antreiben. Entscheidender Unterschied ist die leistungsstärkere Batterie: sie kann zur Steigerung der elektrischen Reichweite zusätzlich an der Steckdose aufgeladen werden. Relativ lange Strecken lassen sich damit rein elektrisch zurücklegen. Fachleute haben auch eine Abkürzung parat: PHEF (für „Plug-in-Hybridelektrofahrzeug“) oder die englische Variante PHEV (für „plug-in hybrid electric vehicle“).
 

Bescheidene Nachfrage in Deutschland
 

Plug-in-Hybride machen das teilelektrische Fahren wirtschaftlich und effizient. Nur an der Nachfrage und am Angebot in Deutschland scheint es noch zu hapern. Von einem Abgesang auf den Verbrennungsmotor kann also keine Rede sein – vielmehr optimieren die Hersteller konventionelle Technologien, um gesetzlich vorgeschriebene CO2-Ziele zu erreichen. Und nicht wenige Hersteller setzen im Transformationsprozess auf Plug-in-Hybride. Auf dem Weg zur kompletten Elektromobilität werden uns Verbrennungsmotoren und hybride Formen wohl noch eine ganze Weile begleiten – als „Reichweitenverlängerer“.