Deutschland

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  • Branche: Kreditinstitute
  • Typ: Publikationen
  • Datum: 04.06.2014

Survey on Deposit Modelling – A global study on current practice 

Die globale Bankenlandschaft hat sich seit Beginn der Finanzkrise vor 6 Jahren dramatisch verändert. Als Reaktion auf die Krise haben nationale und internationale Aufsichtsbehörden begonnen, neue Regeln für Banken zu entwickeln. Insbesondere ist hierbei auch das Thema Liquidität und Liquiditätskostenverrechnung in den Fokus der Aufsichtsbehörden gerückt.

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Eine der wesentlichen Refinanzierungsquellen für Banken waren bereits vor der Finanzkrise Einlagen. In Folge der Krise und der damit verbundenen Auswirkungen auf die Liquiditäts- und Refinanzierungssituation, setzen Banken noch umfassender auf Einlagen als langfristige Refinanzierungsquelle. Die langfristige Liquiditätswirkung von Einlagen wird dabei durch Modelle abgebildet. Ihre Relevanz hat sich zudem durch die Basel III Regelungen bzgl. der Liquidity Coverage Ratio und Net Stable Funding Ratio noch verstärkt, da die Basel III Regelungen und die EU Umsetzung insbesondere Kundeneinlagen besonders bevorzugen.

 

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen und der Relevanz von Einlagen hat KPMG eine Studie zum Thema Modellierung von Kundeneinlagen erstellt, die einen Überblick über die aktuelle Marktpraxis gibt. Die Studie berücksichtigt 23 Banken mit Hauptsitz in den USA, in Europa und aus dem asiatisch-pazifischen Raum. Als zusammenfassendes Ergebnis lässt sich feststellen, dass in diesem Kontext die vier Themengebiete Governance, Funds Transfer Pricing, Kundenpricing und Einlagenmodelle besonders im Fokus stehen. Die folgenden Fragen sollten dabei mit hoher Priorität diskutiert werden:

 

  • Governance: Sind die Rollen und Verantwortlichkeiten in Bezug auf die Risiko- und Ertragssteuerung angemessen definiert um eine adäquate Steuerung des Geschäfts zu inzentiveren?
  • Funds Transfer Pricing: Sind die Risikomessungsmethoden und die Liquiditätskostenverrechnung konsistent zueinander gestaltet?
  • Kundenpricing: Sind die internen Liquiditätskosten und -leistungen angemessen in der Kalkulation der Kundenkondition berücksichtigt?
  • Einlagenmodelle: Sind die Einlagenmodelle sowie die entsprechende Liquiditätskostenverrechnung vor dem Hintergrund der strategischen Relevanz von Einlagen angemessen?

 

Die Studie beschäftigt sich insbesondere mit obigen vier Themengebieten und bereitet die verschiedenen Bankansätze diesbezüglich auf. Zusätzlich soll die Studie Banken die Better Practice im Bezug auf Einlagenmodelle und Liquiditätskostenverrechnung darlegen sowie Banken die Möglichkeit geben, ihre eigenen Ansätze gegenüber der Better Practice zu benchmarken und damit Weiterentwicklungspotenzial zu identifizieren.
 

Stefano Hartl

Stefano Hartl

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