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  • Branche: High Growth Markets
  • Typ: Aktuelles, Publikationen
  • Datum: 16.04.2013

Kein guter Deal ohne gründliches Kennenlernen 

Insbesondere gelockerte Investitionsbeschränkungen im Einzelhandel sollen den M&A-Markt in Indien wieder ankurbeln. Gleichzeitig kämpfen aber immer mehr Unternehmen mit Internetkriminalität und Korruption.

Cover der Publikation Doing deals succesfully in India
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In  den vergangenen 20 Jahren ist Indien für die meisten Unternehmen fester Bestandteil ihrer Internationalisierungsstrategien geworden. Die starke Innovationskraft indischer Unternehmen und staatliche Forschungsgelder locken ausländische Investoren aus der Pharma- und Hightech-Industrie ins Land. 

Strategisch wichtiger Markt in Südostasien
Einer aktuellen Studie von KPMG zufolge sehen 82 Prozent der internationalen Unternehmen Indien als Eintrittspforte zu anderen südostasiatischen Märkten. 35 Prozent der Befragten "Dealmaker" gaben zugleich an, dass es jedoch schwierig für sie war, geeignete Investitionsziele in Indien zu identifizieren.
 
Langer Atem zahlt sich aus
M&A-Deals in Indien sind in der Regel nur dann erfolgreich, wenn die persönlichen Beziehungen stimmen. "Für gute Deals bedarf es einer gründlichen Kennenlernphase", sagt Günter Graeber, Länderspezialist für Indien bei KPMG. "Das kostet zwar Zeit, gibt dem Investor jedoch die Chance, Einblicke in häufig komplexe Organisations- und Entscheidungsstrukturen zu gewinnen."

Aus den Studienergebnissen geht zudem hervor, dass neben der besonderen Bedeutung persönlicher Beziehungen auch Fragen der Compliance sowie steuerliche Regelungen M&A in Indien verlangsamen.
 
Unternehmen müssen Governance-Strukturen verbessern
Insbesondere Internetkriminalität und Betrug standen noch nie so stark im Fokus der Unternehmen wie heute. Die "India Fraud Survey 2012" von KPMG kommt zu dem Ergebnis, dass 55 Prozent der Befragten bereits mit Betrug zu kämpfen hatten; 94 Prozent der Unternehmen gaben an, dass die Betrugsfälle zunehmend schwerwiegender würden.

Am stärksten ist der Finanzsektor von diesen Entwicklungen betroffen. Unternehmen sehen Whistle Blower-Hotlines und interne Datenüberprüfungen sowie Konzepte zum Schutz vor Cyber-Kriminalität als effektivste Waffen gegen Datendiebstahl und Betrug an.
 

Günter Graeber

Günter Graeber

Director, Länderspezialist Indien

+49 89 9282-1505

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