Deutschland

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  • Branche: High Growth Markets
  • Typ: Aktuelles
  • Datum: 17.06.2013

Schwächelnde Konjunktur in China – Investitionen Wachstumstreiber in Deutschland 

Silhouette Shanghai bei Nacht
Gemischtes Konjunkturbild im 1. Quartal 2013

Eine sich leicht abschwächende Konjunktur prägte die chinesische Volkswirtschaft im vergangenen 1. Quartal 2013. Mit einem Wirtschaftswachstum von „nur“ 7,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal lag es sogar noch leicht unter den Prognosen der Wirtschaftsforscher.

 

Als verantwortlich wurde erneut das weiterhin recht flaue Konsumwachstum gesehen. Es lag mit einem Plus von lediglich 12,4 Prozent deutlich unter den Werten des Vorjahresquartals. Unsere neue Ausgabe des regelmäßigen Reports „Investment in China“ analysiert darüber hinaus auch frische Trends zur Entwicklung der ausländischen Direktinvestitionen im Land.

 

Nicht nur die derzeitigen makroökonomischen Daten zeichnen ein gemischtes Bild von der Fitness der chinesischen Wirtschaft und des internationalen Handels mit der Volksrepublik. Die Spannungen zwischen der Europäischen Union und China bei der Frage von Subventionen der Solarindustrie belasten aktuell das Wirtschaftsklima. Auf die Einführung von Strafzöllen auf Solarmodulen könnte China bald mit Aufschlägen auf europäische Weine antworten. Und auch im Stahlsektor ist bei der Welthandelsorganisation WTO eine Klage Japans gegen China anhängig, der sich die EU nun angeschlossen hat.

 

"Going out"-Programm erfolgreich

Als positives Gegengewicht wirkt da eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung. Sie analysiert die Rolle und den Erfolg chinesischer Auslandsinvestitionen in Europa und insbesondere in Deutschland, die seit Anfang 2000 im Rahmen des „Going out“-Programms der chinesischen Staatsführung getätigt wurden. 

 

Laut der Untersuchung der Stiftung seien Bedenken gegen chinesische Investitionen wegen möglichem ungewollten Technologietransfer oder unlauterer Wettbewerbspraktiken unbegründet. Stattdessen hätte die Investitionen von insgesamt mehr als 65 Milliarden Euro bis Ende 2011 sich als Wachstumstreiber in Deutschland ausgewirkt und Arbeitsplätze bei den übernommenen Unternehmen in der Bundesrepublik entweder gerettet oder sogar neu geschaffen. Die Details der Studie werden voraussichtlich in Kürze veröffentlicht.

 

Andreas Feege

Andreas Feege

Partner, Leitung China Practice Deutschland

+49 89 9282-1152

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