Deutschland

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  • Geschäftsbereich: Advisory, Consulting
  • Typ: Aktuelles, Publikationen
  • Datum: 26.11.2012

Wirtschaftskriminalität in Familienunternehmen: Hohe Schäden stehen oft geringer Aufmerksamkeit gegenüber 

 
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Schadenpotential wird unterschätzt Wirtschaftskriminalität ist so alt wie die Erfindung der Arbeitsteilung. Sobald ein Arbeitsprozess nicht mehr in einer Hand liegt, ergeben sich vielfältige Möglichkeiten der illegalen Vorteilsnahme. Durch die Digitalisierung der Produktionsprozesse und die globale Vernetzung der Wirtschaft bieten Unternehmen heute vielfältige Angriffsmöglichkeiten. Wie die aktuelle Studie "Wirtschaftskriminalität in Deutschland 2012" ergeben hat, werden in Deutschland jährlich knapp 675.000 Fälle von Wirtschaftskriminalität aufgedeckt. Statistisch gesehen wird in Deutschland in jeder Minute mehr als ein Unternehmen Opfer wirtschaftskrimineller Handlungen. Die Schäden für ein betroffenes Unternehmen belaufen sich im Schnitt auf mehr als 300.000 Euro pro Jahr. Der Schaden, der durch durch wirtschaftskriminelle Handlungen entsteht ist also immens.

 

Familienunternehmen in gleichem Maße betroffen

"Wie die Studie zeigt, trügt die Vermutung, die Betroffenen seien vor allem Großunternehmen" sagt Christian Parsow, Forensic-Experte für Familienunternehmen bei KPMG. "Die Gefahr, Opfer von wirtschaftskriminellen Handlungen wie Datendiebstahl und -missbrauch, Verletzung von Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen oder dem Missbrauch von Schutz- und Urheberrechten zu werden, besteht in gleichem Maße auch für Familienunternehmen." Mit weitreichenderen Auswirkungen: Denn für die Eigentümer und Gesellschafter von Familienunternehmen schlägt sich der Schaden oft direkt im eigenen Familienvermögen nieder. Auch bei langjährig geführten Betrieben kann so mitunter die Substanz gefährdet werden. Trotz des hohen Schadenpotenzials messen mittelständische Familienunternehmen - so zeigt die Erhebung - dem Thema Wirtschaftskriminalität jedoch noch wenig Aufmerksamkeit bei.

 

Thesenpapier: Unsere Empfehlung für Familienunternehmen
Unsere Spezialisten für Wirtschaftskriminalität haben die Erhebungsdaten analysiert und konkrete Thesen und Handlungsempfehlungen für Familienunternehmen im Thesenpapier "Familienunternehmen und Wirtschaftskriminalität" (PDF, 3.4 MB) abgeleitet. "Insbesondere der Abgleich mit den in der Studie ebenfalls befragten Großunternehmen lässt Rückschlüsse auf die Besonderheiten von Strategien und Instrumenten von Familienunternehmen zu." stellt Parsow fest. "Daraus ergeben sich dann gute Ansatzpunkte für die Ausgestaltung eigener, auf den spezifischen Bedarf des eigenen Unternehmens angepasste Präventionsmaßnahmen." Die konkreten Empfehlungen zum Schutz von Familienunternehmen entnehmen Sie dem Thesenpapier.

 

Die Studie
Die Studie "Wirtschaftskriminalität in Deutschland" wird zum fünften Mal seit 1999 erhoben. Dazu wurden Mitglieder der Geschäftsführung und Fachabteilungsleiter von Unternehmen verschiedenster Branchen und Größenklassen zu ihren Erfahrungen mit Wirtschaftskriminalität, den implementierten Präventions- und Aufdeckungsmaßnahmen sowie zum Umgang mit entdeckten Fällen befragt. Die Studie wurde 2012 gemeinsam mit der Steinbeis-Hochschule Berlin, School of Governance, Risk & Compliance konzipiert. Die Interviews erfolgten im Sommer 2012.

 

Dr. Frank M. Weller

Dr. Frank M. Weller

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