Schweiz

Das Steuerabkommen zwischen Österreich und Liechtenstein  

Das Steuerabkommen zwischen Österreich und Liechtenstein, welches am 29. Januar 2013 unterzeichnet wurde, basiert auf demjenigen zwischen Österreich und der Schweiz, geht jedoch in massgeblichen Punkten über dieses hinaus. Das Steuerabkommen Österreich-Liechtenstein, welches insbesondere die Regularisierung der Vergangenheit und die Sicherstellung der Besteuerung der künftigen Erträge bezweckt, wird aller Voraussicht nach am 1. Januar 2014 in Kraft treten.

Was sind die Eckpunkte des Steuerabkommens zwischen Österreich und Liechtenstein?

Vom Steuerabkommen werden nicht nur in Österreich ansässige natürliche Personen erfasst, welche direkt Vermögenswerte in Liechtenstein halten, sondern auch Personen, welche indirekt über Strukturen (insbesondere Trusts und Stiftungen) Vermögenswerte in Liechtenstein halten. Das Steuerabkommen geht sogar noch weiter, indem nicht nur Vermögenswerte von in Österreich ansässigen natürlichen Personen bei liechtensteinischen Banken erfasst werden, sondern auch Vermögenswerte, welche von in Liechtenstein verwalteten Vermögensstrukturen bei Banken in Drittstaaten angelegt sind.

 

Das Steuerabkommen zwischen Österreich und Liechtenstein enthält insbesondere Regelungen zu folgenden Punkten:

 

  • Regularisierung der Vergangenheit mittels der Erhebung einer anonymen Einmalzahlung von 15% bis 38% des relevanten Kapitals bzw. einer Meldung an die zuständige österreichische Behörde. Auf der rechten Seite finden Sie Berechnungshilfen zur Ermittlung der Einmalzahlung zur Regularisierung der Vergangenheit.
  • Sicherstellung der Besteuerung der künftigen Erträge und Kapitalgewinne durch die Erhebung einer Abgeltungsteuer von 25% bzw. einer Meldung an die österreichischen Behörden.
  • Besteuerung von Zuwendungen an intransparente Stiftungen und von Zuwendungen von intransparenten Stiftungen an Begünstigte.
     

Bis zur Umsetzung des Steuerabkommens können österreichische Bankkunden ihre Vermögenswerte nach wie vor mittels einer Selbstanzeige regularisieren.

Was sind Ihre Herausforderungen?

Das Steuerabkommen wird aller Voraussicht nach bereits in weniger als einem Jahr in Kraft treten. Dementsprechend sollten die liechtensteinischen Banken und Treuhänder bereits jetzt mit der Umsetzung des Steuerabkommens beginnen. Die liechtensteinischen Banken aber auch Treuhänder müssen baldmöglichst die betroffenen österreichischen Kunden identifizieren und umfassend über das Abkommen informieren. Nur dann bleibt genügend Zeit, um die Auswirkungen und Alternativen für die betroffenen Kunden wie auch die involvierten liechtensteinischen Banken bzw. Treuhänder sorgfältig abklären zu können.

 

Insbesondere gilt es für jeden einzelnen Kunden zu prüfen, ob gegebenenfalls eine vorgängige Selbstanzeige vorteilhaft wäre oder ob die Regularisierung im Rahmen des Steuerabkommens abgewartet werden soll.

Wie kann KPMG Sie unterstützen?

KPMG unterstützt sowohl die Banken und Treuhänder wie auch die Bankkunden bei den vielfältigen Fragestellungen und insbesondere bei der Umsetzung des Steuerabkommens. Hierzu zählen u.a. folgende Dienstleistungen, für die wir Ihnen mit unserem erfahrenen Banken-Team mit ausgewählten Experten zur Verfügung stehen:

 

  • Kundenidentifikation
  • (In-House) Schulung der Bankmitarbeiter/ Kundeninformation
  • (strafbefreiende) Selbstanzeige
  • Individuelle Vergleichsrechnung zur Vorteilhaftigkeit der Alternativen
  • Unterstützung bezüglich der Anpassung der IT-Systeme
  • Erstellung von Steuerreports
  • Berechnung der Einmalzahlung und Abgeltungsteuer
  • Prüfung der Systeme auf korrekte Anwendung ("Zertifizierung")

Jürg Birri

Jürg Birri

Partner, Head of Legal Deutschschweiz

+41 58 249 35 48

Philipp Zünd

Philipp Zünd

Manager, Rechtsanwalt

+41 58 249 42 31

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