Schweiz

AIFMD – Herausforderungen für den Fondsplatz Schweiz 

Die Einführung der Alternative Investment Fund Managers Directive („AIFMD“) im Europäischen Wirtschaftsraum („EWR“) betrifft auch die Schweizer Finanzintermediäre. Mit der Teilrevision des Kollektivanlagengesetzes sind zentrale Regelungen der AIFMD im Schweizer Recht verankert worden, der Marktzugang zum EWR ist damit jedoch noch nicht gegeben. Bis auf weiteres muss daher das revidierte Kollektivanlagenrecht in der Schweiz, die AIFMD selbst und das lokale Recht in den einzelnen Mitgliedsstaaten beachtet werden.
Bild AIFMD

Worum geht es?

Die AIFMD harmonisiert die Anforderungen bezüglich Verwaltung und Administration von in der EU an professionelle Anleger vertriebenen, alternativen Investmentfonds (AIF). Zentral ist dabei die Regulierung der Alternative Investment Fund Manager (AIFM).

 

Die AIFMD beinhaltet einerseits eine Bewilligungs- und Aufsichtspflicht für alle in der EU domizilierten Manager von Investmentfonds, die nicht unter die UCITS-Richtlinie fallen. Andererseits wird der Zugang zum EU-Markt für Fondsmanager aus Drittstaaten wie der Schweiz reguliert und die Voraussetzungen für die Delegation der Vermögensverwaltung festgelegt.

 

In einem ersten Schritt existiert der Binnenmarkt nur für EU-AIFM und EU-AIFs. Der Zugang für Schweizer Vermögensverwalter von kollektiven Kapitalanlagen ist bis 2015 nur über die jeweiligen nationalen Regeln zur Privatplatzierung möglich. Unter gewissen Voraussetzungen können Schweizer Vermögensverwalter ab 2015 ebenfalls vom Passport-Regime profitieren. Im Jahre 2018 kann die EU Kommission diese nationalen Regeln durch das EU-Passportregime ersetzen.

 

Jedoch sind auch im Fall einer Privatplatzierung gemäss den nationalen Rechtsordnungen der jeweiligen EU-Staaten einzelne Regeln der AIFMD - wie die Transparenzvorschriften, die spezifischen Regeln zur Erstellung des Jahresberichts (insb. Offenlegung von Vergütungen) und die Informationspflichten gegenüber Anlegern und Behörden - einzuhalten.

Strategische Fragen im Zusammenhang mit der AIFMD

  • Welche Auswirkungen hat die AIFMD auf Produktstrategien und Geschäftsmodelle?
  • Unter welchen Bedingungen kann eine EU-domizilierte Kollektive Kapitalanlage durch einen Schweizer Vermögensverwalter verwaltet werden?
  • Wie können Sie als Schweizer Vermögensverwalter unter den nationalen Privatplatzierungsregeln tätig sein?
  • Soll eine Niederlassung in der EU gegründet werden?

Wie kann KPMG unterstützen?

KPMG hilft Ihnen die AIFMD-Thematik proaktiv anzugehen. Wir beobachten die laufenden Entwicklungen und können daher eine gründliche Bewertung potenzieller Auswirkungen auf Ihre Organisation vornehmen.

 

  • Wir unterstützen Sie bei der Verbesserung von Operations- und Compliance-Prozessen.
  • Wir helfen Ihnen bei der Impact-Analyse der AIFMD und begleiten die entsprechenden Prozessschritte in Ihrem Unternehmen.
  • Dank unseres internationalen Netzwerks können wir Sie auch länderübergreifend unterstützen, zum Beispiel bei der Gründung einer Niederlassung im EU Raum.

Markus Schunk

Markus Schunk

Partner, Sektorleiter Investment Management, Audit Financial Services

+41 58 249 36 82

Jürg Leu

Jürg Leu

Senior Manager, Rechtsanwalt

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