Schweiz

Chemieindustrie 

Die chemische Industrie, die sich aus Basis-, Verbraucher-, Spezialitäten- und Feinchemie zusammensetzt, ist als Teil der Beschaffungskette verschiedenster Industrien sehr komplex (Automobil-, Elektronik-, Bau-, Verbrauchsgüterindustrie, usw.). 

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Sowohl die Geschäftsdynamiken dieser Industrien, Umweltauflagen und Verordnungen wie REACH und die Reduktion von CO2-Emissionen Initiative) als auch das weltweite „Responsible Care Programme" bringen fortlaufend Herausforderungen, aber auch Möglichkeiten mit sich. Als zyklisch geltende Industrie wurde sie besonders hart von der Wirtschaftskrise getroffen - Produktionsrückgänge, Fabrikschliessungen, Entlassungen und Veräusserungen von Beteiligungen und Geschäftseinheiten waren die schwerwiegenden Folgen.

 

Was sind die Herausforderungen?

Kostensenkungen und Prozessoptimierungen
Die Industrie vollzog im Jahre 2009 rigorose Umstrukturierungen. Aufgrund einer sich bessernden Wirtschaftslage und Inventaraufstockungen können heute die Chemieunternehmen bedeutende Verbesserungen in ihren 2010 Ergebnissen vorweisen. Die Ungewissheit im wirtschaftlichen Umfeld bleibt dennoch bestehen. Deshalb sind Kostensenkung und Prozessoptimierung nach wie vor auf der Tagesordnung von Chemieunternehmen.

Anpassung von Portfolio und Geschäftsmodell
Die durch den globalen Konjunkturabschwung verringerte Nachfrage nach Chemikalien bietet den Chemieunternehmen auch eine ideale Gelegenheit, ihr Geschäftsmodell der neuen wirtschaftlichen Realität anzupassen.

Rationalisierung von unprofitablen Produktionsstätten in Europa und Nutzung von Innovationsvorteilen
Chemieunternehmen in Europa müssen heute eine Vielzahl von schwierigen Entscheidungen treffen, was die Rationalisierung ihrer unprofitablen Produktionsstätten betrifft. Diese können mit neueren und effizienteren Fabriken ausserhalb von Europa nicht mehr konkurrieren. Der Fokus ist schonungslos auf die Ressourcen und Investitionen der konkurrenzfähigen Produktgruppen zu richten. Zusätzlich sollten sie versuchen, ihren historischen Vorteil, die Innovation, zu nutzen und so den Vorsprung auf die asiatische Konkurrenz zu wahren. Dies gilt insbesondere in Bezug auf die Entwicklung von nachhaltigen Lösungen, deren Nachfrage über die nächsten Jahre zweifellos steigen wird.

Steigender Einfluss von chinesischen Chemie-Produzenten
China ist nach den USA der weltweit grösste Verbraucher von Chemikalien. Die Vorteile tiefer Arbeiterlöhne, günstiger Infrastruktur, grosszügiger Regierungsrichtlinien und das Potential des immensen asiatischen Marktes wurden von den Chemieherstellern schon lange erkannt. Chinesische Unternehmen arbeiten mit Gesellschaften im Nahen Osten zusammen mit dem Ziel, bei der Förderung von petrochemischen Erzeugnissen und Rohstoffen Selbstversorger zu werden. Zusätzlich schliesst China Partnerschaften mit ausländischen multinationalen Konzernen, um neue Technologien für das Inland zu entwickeln und somit in der Wertschöpfungskette aufzusteigen.

Konkurrenz von Unternehmen aus dem Nahen Osten
Durch leichten Zugang zu billigen Öl- und Gas Reserven und die günstige Lage zu den neuen Märkten in Asien verhilft sich der Nahe Osten zum Durchbruch als globaler Produzent von petrochemischen Erzeugnissen. Um sich Zugang zu westlicher Technologie und Märkten zu verschaffen, versprechen sich Unternehmen im Nahen Osten vermehrt Vorteile aus Käufen denn aus eigenem Aufbau. Daher ist es für europäische Firmen ratsam, zuträgliche Joint Ventures und strategische Allianzen anzustreben, durch die der Zugang zu billigen Rohstoffen in Nahost und den aufstrebenden asiatischen Märkten möglich wird.

Wie kann KPMG helfen?

KPMG Chemicals verbindet breite Fachkompetenz mit profunder Industriekenntnis und unterstützt damit Chemieunternehmen unter anderem mit folgenden Dienstleistungen:

  • Ausgliederung von Steuerdeklaration
  • Steueroptimiertes Beschaffungswesen
  • Transferpreis Dienstleistungen
  • Nachhaltigkeitsreporting, REACH Support und Beratung in der Einhaltung von CO2-Emissionesgesetzen
  • Umgestaltung der Finanzfunktion
  • Kostenoptimierung
  • Rationalisierung von Gruppenstrukturen
  • Dienstleistungszentren sowie Auslagerung von Geschäftsaktivitäten
  • IT-unterstützte Transformation und Standardisierung (von Systemen und Prozessen)
  • Business Intelligence und Verbesserungen im Bereich Budgetierung
  • Treasury- und Working Capital-Management
  • M&A : Akquisitionen und Kapitalabzüge, Machbarkeitsstudien
  • Vertrags-Compliance z.B. Outsourcing-Vereinbarungen, Lizenzierungen/Tantiemen, F&E Allianzen und Joint Venture Audits

Erik Willems

Erik Willems

Partner, Sektorleiter Chemie- & Pharmaindustrie

+41 58 249 63 04

Webcast

Die europäischen Chemieunternehmen wurden von der globalen Wirtschaftskrise hart getroffen. Im Webcast werden die Strategien besprochen, die für eine Überwindung solcher Herausforderungen grundlegend sind.

Global Chemicals Institute

Global Chemicals Institute
Die Chemieindustrie verändert sich schnell. Globale Unternehmen entwickeln neue Produkte und Dienstleistungen und zielen auf geografische Expansion.

Reaction Magazine

Reaction Magazine

Die neuste Ausgabe des „Reaction Magazine“ zeigt auf, dass die Zukunft der europäischen Chemieindustrie vom Meistern folgender Herausforderungen abhängt: steigende Energiekosten, erhöhte Produktivität und verschärfte Compliance-Anforderungen.

 

Diese Ausgabe hat einen speziellen Fokus auf den Schweizer und deutschen Markt.