Schweiz

Financial Risk Management 

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie fragil das globale Finanzsystem und wie wichtig ein solides Risikomanagement-Rahmenwerk ist, um Krisen unbeschadet zu überstehen – eine Tatsache, die auch bei den Regulatoren einen grossen Stellenwert einnimmt. In dieser Hinsicht erlebt der Finanzsektor zurzeit grosse regulatorische Umbrüche, die sich unter anderem in immer komplexeren Vorschriften im Bereich quantitativer Risikomanagement-Rahmenwerke, -Systeme und -Modelle für Banken – wie beispielsweise das Basel-Regelwerk – niederschlagen.

Was sind Ihre aktuellen Herausforderungen?

 

Regulatorische Entwicklungen haben einen wesentlichen Einfluss auf die quantitativen Risikomanagement-Rahmenwerke, -Systeme und -Modelle von Banken. Diese sehen sich dabei mit stets neuen Herausforderungen konfrontiert.

Kreditrisiken

Kreditrisiken

    Die neuen regulatorischen Vorschriften von Basel III haben einen wesentlichen Einfluss auf die Art und Weise, wie Finanzinstitute mit Kreditrisiken umgehen. Besonders im Bereich der Messung und Verwaltung der Gegenparteiausfallrisiken erlebt die Branche derzeit einen grossen Wandel. Die wichtigsten Aspekte, die gegenwärtig einer verstärkten Überprüfung durch die Aufsichtsbehörden unterzogen werden, sind der Schritt zur zentralen Gegenpartei (CCP-Regelungen, die vom Basler Ausschuss erlassen wurden) und die Eigenkapitalanforderungen für ausserbörslich gehandelte Derivate (CVA, "Stressed EPE" und "Wrong-Way Risk").
Marktrisiken

Marktrisiken

    Die vom Basler Ausschuss im Jahr 2009 eingeführte "Anpassung des Basel II-Marktrisiko-Rahmenwerks" (“Revisions to the Basel II market risk framework”), das sogenannte Basel 2.5, verlangt von Banken, die den Internen-Modell-Ansatz zur Errechnung ihrer Marktrisiken verwenden, dass sie jeweils eine Stressvariante für ihren derzeitigen Value-at-Risk sowie den sogenannten Incremental Risk Charge (IRC, zusätzlicher Risikoaufschlag) implementieren. Seither haben die Aufsichtsbehörden ihre Kontrollen der Marktrisiken, sowie die Anforderungen an die Identifizierung, Messung, Bewirtschaftung und Überwachung der Marktrisiken wesentlich verschärft.
Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken

    Die regulatorischen Anforderungen an das qualitative und quantitative Liquiditätsmanagement der Schweizer Banken haben sich im vergangenen Jahr – getrieben durch die Veröffentlichung der Liquiditätsverordnung und des FINMA Rundschreibens 2013/6 zum Liquiditätsmanagement bei Banken sowie durch die zwingende monatliche Meldung der Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage Ratio; LCR) – weiter konkretisiert und erfordern ein tiefgreifendes ökonomisches Verständnis der bankinternen Liquiditätsrisiken.
Finanzprodukte

Finanzprodukte

    Die neue IFRS 13-Rechnungslegungsvorschrift ersetzt die IAS 39 Fair Value Definition und führt das Konzept eines Ausstiegspreises ein. Fair Value Schätzungen werden immer komplexer und erfordern jetzt sowohl die Bewertung auf Portfolio-Ebene als auch die Beurteilung des Gegenpartei-Kreditrisikos (CVA & DVA).

Wie kann KPMG Ihnen helfen?

 

In einem derart komplexen regulatorischen Umfeld sollten Finanzinstitute auf einen erfahrenen Partner zählen können, der ihnen hilft, diese Herausforderungen optimal zu meistern. KPMG verfügt über das nötige Fachwissen und die langjährige Erfahrung, um Finanzinstitute aktiv bei der Bewältigung ihrer regulatorischen Herausforderungen im Bereich des Financial Risk Managements zu unterstützen. Wir sind ein globales und hochgradig spezialisiertes Team, das bereits mit zahlreichen Kunden im Bereich des Financial Risk Managements gearbeitet hat: dazu zählen sowohl international als auch regional operierende Banken, Investmentbanken und Privatbanken, die sich auf das Wealth Management spezialisiert haben. All diese Institutionen sehen sich mit verschiedensten regulatorischen Vorschriften konfrontiert und arbeiten in diesem Umfeld mit einer Vielfalt von quantitativen Risikomanagement-Rahmenwerken, -Systemen und -Modellen.

 

Als zuverlässiger Partner an Ihrer Seite erstrecken sich unsere Dienstleistungen über alle wesentlichen Aspekte im Bereich der Kredit-, Markt- und Liquiditätsrisiken, sowie der Bewertung, Validierung und des Hedgings von Finanzprodukten.

 

Kredit- und Marktrisikomanagement

  • Einhaltung der Basel III- und der FINMA-Vorschriften.
  • Identifikation, Messung, Bewirtschaftung und Überwachung von Kredit- und Marktrisiken mittels der Entwicklung, Implementierung und Validierung quantitativer Methoden (z.B. statistische Methoden, Kreditrisikovorsorge, Absicherungsstrategien, (Stressed) VaR, Risks-not-in-VaR, Stresstest und Szenarioanalysen, Incremental Risk Charge, Comprehensive Risk Measure) und durch unabhängige Überprüfung der Kredit- und Marktrisiko-Rahmenwerke, -Systeme und -Modelle.
  • Unabhängige Validierung der Kredit- und Marktrisiko-Modelle und/oder Unterstützung in der Ausgestaltung und Implementierung eines Kredit- und Marktrisiko-Modell-Validierungsprozesses.
  • Unterstützung der internen Revision in Bezug auf Kredit- und Marktrisiken und hinsichtlich der Einhaltung  regulatorischer Vorschriften.
  • Entwicklung der den Kredit- und Marktrisikomodellen und -prozessen zugrundeliegenden Dokumentation.
  • Ausarbeitung und Implementierung eines Hedge-Accounting-Rahmenwerkes.
  • Entwicklung und Implementierung neuer, sowie Verbesserung bestehender Kontrollrahmenwerke zu Kredit- und Marktrisiken.

 

Liquiditätsrisikomanagement

Einführung der regulatorischen Liquiditätsrisiko-Kennzahlen (LCR und NSFR), u.a.:

  • Bankspezifische Auslegung der FINMA Regeln.
  • Analyse und Bearbeitung von Daten zur Herstellung einer regelkonformen Meldung (z.B. für Derivate Cashflows).
  • Festlegung und Umsetzung einer konformen Klassifizierung von Wertpapieren, Finanzprodukten und Kunden.
  • Einbettung der Liquiditätskennzahlen ins tägliche Liquiditätsmanagement und Identifikation von Optimierungsmöglichkeiten der Liquiditätskennzahlen.

 

Einführung eines Rahmenwerks für das qualitative Liquiditätsrisikomanagement, u.a.:

  • Erstellung eines Konzepts zur Bewirtschaftung des Liquiditätsrisikos unter Berücksichtigung des Proportionalitätsprinzips.
  • Entwicklung und Implementierung von Methoden und Modellen zur Liquiditätsrisikomessung und -kontrolle.
  • Entwicklung und Implementierung eines Stresstesting-Rahmenwerkes (inklusive Definition von Stress-Szenarien, Kalibrierung der Stress-Parameter und Ableitung eines Notfallkonzepts).
  • Entwicklung und Implementierung eines Systems zur Verrechnung von Liquiditätskosten und -leistungen.

 

Finanzprodukte

  • Finanzinstrumente: Bewertung und Fairness-Einschätzung (OTC-Derivate, Anleihen, strukturierte Produkte) der meisten Risikokategorien (Zins-, Währungs-, Equity-, Kredit- und Rohstoff-Risiken).
  • Validierung / Qualitätssicherung von Bewertungs- und Risikomanagementmodellen (Identifizierung der wesentlichen Risikotreiber, Angemessenheit der Risikokennzahlen, Backtesting der Modelle und Stresstests).
  • Identifizierung von effizienten und effektiven Absicherungsmethoden und die dazugehörige Rechnungslegung (Hedge-Accounting).

Thomas Schneider

Thomas Schneider

Partner, Leiter Quantitative Finance Group, Financial Services

+41 58 249 54 50

Financial Accounting Advisory Services

Die KPMG IFRS Financial Services Gruppe besteht aus einem Team von Mitarbeitenden mit profunden Financial Services Erfahrungen.