Schweiz

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  • Typ: Press release
  • Datum: 15.04.2013

Schwacher M&A-Markt im ersten Quartal 

Nach einem eindrücklichen letzten Jahr startete der Schweizer M&A-Markt schwach ins 2013. Im ersten Quartal nahmen sowohl die Anzahl Fusionen und Übernahmen wie auch das Transaktionsvolumen stark ab – Grosstransaktionen blieben aus. Mit insgesamt 52 Transaktionen und einem Volumen von USD 3.3 Mrd. wurden die tiefsten Werte seit der ersten Erfassung (2004) verzeichnet. Das Ergebnis ist hinsichtlich der aktuellen Verhandlungsaktivitäten im Markt überraschend.
Mit 52 Transaktionen wurden im ersten Quartal 2013 die niedrigsten Werte seit der ersten Erfassung der M&A-Quartalsdaten (2004) auf dem Schweizer M&A-Markt erreicht. Auch das Transaktionsvolumen von USD 3.3 Mrd. im ersten Quartal 2013 liegt stark unter dem Volumen der vergangenen Quartale. Dies ist neben einer allgemein feststellbaren Zurückhaltung im Markt insbesondere auch mit dem Ausbleiben von grossen, volumenstarken Transaktionen zu erklären. Grosse Schweizer Unternehmen sind zwar aktiv an Verhandlungen beteiligt, jedoch halten sie sich vorerst noch mit Abschlüssen zurück.

Anzahl Transaktionen und Transaktionswert per Quartal

Number and value of deals YTD

Grösste Firmenübernahme in den USA

Der grösste Deal im ersten Quartal 2013 war mit einem Kaufbetrag von USD 1 Mrd. der Erwerb von 100% der Aktien von Harry Winston durch den Schweizer Uhrenkonzern Swatch. Diese Übernahme im Luxusgütersegment ist bezeichnend für die bereits im Vorjahr beobachtete erhöhte M&A-Aktivität zwischen der Schweiz und Nordamerika. Da wirtschaftliches Wachstum und Stabilität allgemein wichtige Treiber für M&A-Aktivitäten sind, wirkt sich auch hier das Vertrauen in die Erholung des nordamerikanischen Marktes auf die verzeichneten Fusionen und Übernahmen aus. Der Harry Winston/Swatch-Deal an der Spitze der Top-10-Tabelle bestärkt diesen Trend – auch in einem schwachen ersten Quartal 2013.

 

Top 10

Aktive Schweizer Industrie

Im ersten Quartal 2013 wurden in der Schweiz in den Sektoren Industrie (25%) und Konsumgüter (15%) am meisten Transaktionen verzeichnet. Hierzu zählen beispielsweise die Teilübernahme (40% der Aktien) des Verpackungsmaschinen- und Geräteherstellers ILAPAK International S.A. durch den Maschinenhersteller IMA Industries oder der erwähnte Erwerb von Harry Winston durch Swatch. Auch der Finanzsektor hat gegenüber dem letzten Jahr mit 13% aller Transaktionen im ersten Quartal zugelegt. Hier ist beispielsweise die Übernahme des EFT-Geschäfts durch den US-Vermögensverwalter Blackrock für einen Transaktionswert von USD 250 Mio. zu erwähnen.

Zuversicht für das M&A-Jahr 2013

Wie globale Daten von KPMG zeigen, sind auch die internationalen Märkte von Nervosität und Unsicherheiten geprägt. Der im letzten Jahr festgestellte Rückgang des globalen M&A-Volumens hat sich auch im Januar 2013 fortgesetzt. Auch hierzulande drücken die politischen und wirtschaftlichen Geschehnisse in der Eurozone auf die Stimmung der M&A-Märkte. Dennoch erwägen zurzeit viele Unternehmen strategische Veränderungen und sind in Verhandlungen eingebunden. Der richtige Zeitpunkt, um Transaktionen durchzuführen, scheint jedoch noch nicht gegeben. Die nächsten Monate werden deshalb wegweisend sein. Aufgrund des vorhandenen Potenzials für Übernahmen erwartet KPMG, dass in absehbarer Zeit verschiedentlich wichtige Verhandlungen abgeschlossen werden, und dass innerhalb der nächsten neun Monate eine Zunahme der M&A-Aktivitäten stattfinden wird.
 

Andreas Hammer

Andreas Hammer

Director, Head of Corporate Communications

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M&A Group

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