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  • Service: Advisory, Transactions & Restructuring, Mergers & Acquisitions
  • Typ: Press release
  • Datum: 27.10.2011

Leicht mehr Firmenübernahmen trotz fragiler Wirtschaftslage 

Im dritten Quartal 2011 sind M&A-Volumen und Anzahl Transaktionen im Vergleich zu den Vorjahreszahlen im dritten Quartal 2010 trotz des schwierigen Marktumfeldes leicht angestiegen.
Der starke Schweizer Franken hat sich nur beschränkt auf die M&A-Tätigkeit der Schweizer Unternehmen ausgewirkt. Investitionen in Wachstumsmärkte sind nach wie vor attraktiv. Dies zeigen die jüngsten Daten des «M&A Report» von KPMG und der Universität St. Gallen.

 

Die Anzahl Firmenübernahmen und -zusammenschlüsse haben sich im dritten Quartal trotz der fragilen Wirtschaftslage stabil und positiv entwickelt. Sowohl die Anzahl (+17.6%) wie auch das Volumen (+16.7%) der Transaktionen haben im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. Wider Erwarten konnte keine Zunahme von Schweizer Käufen im Ausland festgestellt werden. Der starke Schweizer Franken hat sich nicht statistisch relevant auf die M&A-Aktivitäten der Schweizer Unternehmen ausgewirkt. Auch die ausländischen Unternehmen, welche in der Schweiz akquirieren, haben sich nicht von den hohen Wechselkursen abschrecken lassen. Einen starken Einfluss hatten hingegen die fragile Wirtschaftslage und die europäische Schuldenkrise, aufgrund derer viele Schweizer Unternehmen trotz voller Kassen im Vergleich zum Vorjahr nur wenig mehr aktiv waren, was Firmenkäufe angeht.

Vermehrte Expansion in Wachstumsmärkte

Auch im dritten Quartal konnte eine Intensivierung der Kauftätigkeiten in Wachstumsmärkten wie China, Indien und Brasilien festgestellt werden. Insgesamt 17.9% des Transaktionsvolumens entfallen auf Käufe in diesen Märkten. Die betroffenen Unternehmen versuchen dort, die teils stagnierenden Wachstumsraten der Heimmärkte zu kompensieren und realisieren damit weitere Expansionen.

Krisenresistenter Luxus- und Konsumgüterbereich

Was die einzelnen Branchen angeht, so waren im dritten Quartal insbesondere auch Unternehmen aus dem Luxus- und Konsumgütermarkt aktiv. So übernimmt etwa die DKSH Holding die Kontrollmehrheit am Uhrenhersteller Maurice Lacroix, PPR SA erhöhte ihre Beteiligung an Sowind SA auf 50.1% und Hermès beteiligt sich an der Joseph Erard Holding.

Wenig Aktivität im Finanzsektor

Auch wenn in den letzten Wochen und Monaten viel von Übernahmen im Finanzsektor gesprochen wurde, blieb es in diesem Sektor relativ ruhig. Insgesamt acht Deals entfielen auf diesen Sektor. Aufgrund der Regulierungswelle, mit welcher sich die Finanzbrache konfrontiert sieht, sind jedoch in den nächsten Quartalen vermehrt M&A-Aktivitäten zu erwarten. Dies gilt insbesondere für Privatbanken.

M&A in unsicheren Zeiten besonders profitabel

Vor dem Hintergrund der unsicheren Konjunkturprognosen, wird häufig befürchtet, dass künftige Transaktionen die gesteckten Ziele nicht erreichen könnten und gar Werte vernichtetet würden. Doch eine weitere internationale Studie von KPMG, die während der letzten Finanz- und Wirtschaftskrise durchgeführt wurde, zeigt, dass M&A-Transaktionen in Krisenzeiten erfolgreicher waren als in konjunkturell starken Phasen. Die untersuchten Unternehmen haben diese Phase genutzt, um Marktanteile zu gewinnen oder in neuen Märkten zu wachsen. Dabei sind sie umsichtiger vorgegangen als in Boom-Phasen.

 

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KPMG AG

Andreas Hammer

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A new dawn: good deals in challenging times

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Diese Publikation zeigt die Resultate der sechsten globalen M&A Studie von KPMG auf.

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