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  • Service: Tax, International Executive Services
  • Typ: Press release
  • Datum: 19.10.2011

Spitzensteuersätze für Privatpersonen bleiben weltweit stabil 

Die G-20 Länder haben trotz turbulenter wirtschaftlicher Entwicklungen die Spitzensteuersätze auf Einkommen kaum verändert. Wie die jüngste KPMG-Studie «Individual Income Tax and Social Security Rate Survey» zeigt, haben weltweit lediglich 15 Prozent der 96 untersuchten Länder bei den Einkommenssteuersätzen Korrekturen vorgenommen. Die Schweiz liegt beim Maximalsteuersatz für natürliche Personen weiterhin im europäischen Spitzenfeld.
Die jährlich durchgeführte Studie «Individual Income Tax and Social Security Rate Survey» von KPMG zeigt: Es gibt kaum Veränderungen bei der Besteuerung von Einkommen im Jahr 2011. Unter den 20 grössten Volkswirtschaften der Welt (gemessen am BIP) ist Spanien das einzige Land, das eine Veränderung des Spitzensteuersatzes auf Einkommen vorgenommen hat: der Maximalsteuersatz für natürliche Personen wurde von 43 auf 45 Prozent erhöht. Unter den Mitgliedsstaaten der G-20 hingegen gab es keine Veränderung der Spitzensteuersätze.

Schweiz ist erste Adresse in Europa – auch für Normalverdiener

Die Schweiz (Stadt Zürich) liegt gemäss Studie mit einem Höchststeuersatz von 40 Prozent in Europa auf Rang 12. Legt man den Mittelwert aller kantonalen Hauptorte zugrunde, kommt sie auf einen Maximalsteuersatz von durchschnittlich 33.83 Prozent und damit auf Rang 11.

 

Angeführt wird das europäische Ranking wie in den Vorjahren von den osteuropäischen Ländern: Bulgarien führt die Tabelle an mit 10 Prozent, gefolgt von Russland (13 Prozent), Serbien und der Tschechischen Republik (jeweils 15 Prozent) sowie Rumänien und Ungarn auf Rang 4 (beide 16 Prozent). Nach der Ukraine (17 Prozent) und der Slowakei (19 Prozent) finden sich die drei Kanalinseln Jersey, Isle of Man und Guernsey auf Rang 7 (alle 20 Prozent). Es folgen in der europäischen Top Ten Lettland (25 Prozent), Zypern (30 Prozent) und Polen (32 Prozent).

 

Im Vergleich zwischen europäischen Ländern und Schweizer Kantonen führt erneut Zug das nationale Feld an, mit einem Steuersatz von maximal 22.86 Prozent (Rang 12). Es folgen Schwyz (23 Prozent) und Obwalden (24.12 Prozent) auf den Rängen 13 und 14. Den höchsten Maximalsteuersatz hat der Kanton Genf, der sich mit 44.75 Prozent zwischen Italien (43 Prozent) sowie Spanien, Griechenland und Deutschland (alle 45 Prozent) in bester europäischer Gesellschaft befindet.

 

Aussagekräftiger als der nominelle Maximalsteuersatz eines Landes ist jedoch die effektive Steuerbelastung, also die durchschnittliche Einkommensteuerbelastung einschliesslich Sozialversicherungsabgaben. Hier liegt die Schweiz (Stadt Zürich) bei einem Jahreseinkommen von 100‘000 USD mit einer Gesamtbelastung von nur 17.7 Prozent an 16. Position unter den 96 analysierten Ländern – sie ist damit auch für Normalverdienende im internationalen Vergleich hoch attraktiv.

Veränderungen der maximalen Einkommenssteuersätze in Europa

Die grössten Bewegungen bei den Spitzensteuersätzen für Privatpersonen gab es im europäischen Raum. Der Durchschnittssteuersatz für Osteuropa liegt knapp über 17 Prozent und ist damit halb so hoch wie in den übrigen europäischen Regionen – eine Folge der niedrigen Flat-Tax-Initiativen. Besonders Ungarn senkt den Schnitt: das Land stellt ebenfalls auf ein Flat-Tax-System um und hat im Zuge dessen den Maximalsteuersatz drastisch reduziert, von 32 auf 16 Prozent.

 

In Südeuropa liegt der Durchschnittssatz bei rund 39 Prozent, die Spitzensteuersätze wurden nur in Spanien und Portugal erhöht. Spanien hat neue Steuerklassen für Personen mit höherem Einkommen eingeführt: Das obere Ende der Skala wurde um 2 Prozent erhöht, so dass Einkommen über EUR 175‘000 nun mit 45 Prozent besteuert werden. Auch Portugal hat das zweite Jahr in Folge die Steuersätze leicht erhöht.

 

In Nordeuropa, wo der Durchschnittssteuersatz rund 40 Prozent beträgt, gab es geringe Anpassungen der Steuersätze in Lettland, Finnland, Schweden, Island und Irland. Lettland senkte seine Flat-Tax-Rate um ein Prozent. Irland, das den Aufwärtstrend im Jahre 2009 initiiert hatte, erhöhte die Steuersätze im dritten Jahr in Folge (plus ein Prozent 2011) während es weiterhin nach Möglichkeiten für zusätzliche Steuereinnahmen sucht.

 

Westeuropa hat mit einem durchschnittlichen Höchststeuersatz von über 45 Prozent weiterhin die höchste Individualbesteuerung unter den globalen Regionen. Luxemburg hat auf den Druck seines budgetären Defizits mit einer Erhöhung des Spitzensteuersatzes für natürliche Personen reagiert und für 2011 zudem eine ausserordentliche Krisensteuer eingeführt. Alle Massnahmen zusammen führten in Luxemburg 2011 zu einer effektiven Erhöhung der Spitzensteuersätze um etwa 3 Prozent.

Informationen zur Studie

Die KPMG-Studie «KPMG´s Individual Income Tax and Social Security Rate Survey» ist eine internationale Umfrage zu Steuer- und Sozialversicherungssätzen von 2003 bis 2011. Sie erscheint zum vierten Mal und vergleicht 96 Länder weltweit. Der Fokus der Studie liegt auf den maximalen Einkommensteuersätzen, welche von natürlichen Personen (unverheiratet, kinder- und konfessionslos) an den Staat zu zahlen sind. Zur besseren Vergleichbarkeit blieben in der Studie andere Steuern, die vom Bund, von Kantonen oder Gemeinden erhoben werden, weitestgehend unberücksichtigt. Die Studie wurde von der Gruppe Global International Executive Services in Auftrag gegeben, bestehend aus Fachleuten mehrerer Mitgliedsunternehmen von KPMG International.

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Andreas Hammer

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KPMG's Individual Income Tax and Social Security Rate Survey 2011

Teaserbild der Publikation Individual Income Tax and Social Security Rate Survey 2011
Die G-20 Länder haben trotz turbulenter wirtschaftlicher Entwicklungen die Spitzensteuersätze auf Einkommen kaum verändert, wie die jüngste KPMG-Studie «Individual Income Tax and Social Security Rate Survey» zeigt.
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