Sowohl die Anzahl Fälle wie auch die Gesamtschadenshöhe von Wirtschaftsdelikten sind im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Die Investoren gehören zu den Hauptgeschädigten und Angestellte haben wesentlich mehr Delikte verübt als das Management. Dies zeigt der diesjährige «Forensic Fraud Barometer» von KPMG. Der Anstieg kann mit der angespannten Wirtschaftslage, aber auch mit einer erhöhten Sensibilität für Wirtschaftsdelinquenz erklärt werden.
In der Schweiz wurden im Jahr 2011 insgesamt 69 Wirtschaftskriminalitätsfälle vor Gericht gebracht – im Vergleich zum Vorjahr mit 52 Fällen bedeutet dies einen Anstieg von 33%. Auch die Gesamtschadenshöhe ist gestiegen: Belief sich diese 2010 auf CHF 365,1 Mio., waren es letztes Jahr CHF 519,6 Mio. Dies entspricht einer Steigerung von 42%. Der höchste im Jahr 2011 behandelte Schadensfall betrug CHF 270 Mio. Dabei ging es um den Vorwurf der Veruntreuung.