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  • Typ: Press release
  • Datum: 08.12.2011

Mehr Firmen berichten über ihre unternehmerische Verantwortung – damit steigen auch die Risiken 

In der Schweiz berichten bereits 64% der 100 grössten Unternehmen über ihre Corporate Responsibility-Aktivitäten. Dies entspricht exakt dem weltweiten Durchschnitt. Die Angaben der Unternehmen sind jedoch immer noch wenig vergleichbar und aussagekräftig. Dies birgt mitunter grosse Reputations- und Finanzierungsrisiken, wie eine umfangreiche internationale Studie über «Corporate Responsibility Reporting» von KPMG zeigt.
Die Berichterstattung über Corporate Reponsibility hat sich längst zu einem Imperativ entwickelt. In einer breit angelegten globalen Studie hat KPMG die jeweils 100 grössten Unternehmen in 34 Ländern – darunter auch die Schweiz – hinsichtlich ihrer Berichterstattung über Corporate Responsibility (CR) untersucht. In der Auswahl befinden sich auch die grössten 250 Unternehmen der Welt (G250).

Risiken der Datenqualität – auch in der Schweiz

Da sich das CR Reporting unter den grossen globalen Unternehmen mittlerweile zum Standard entwickelt hat, stellt sich auch die Frage der Vergleichbarkeit und der Datenqualität. Diesbezüglich zeigt die Studie deutliche Unterschiede. Eine offensive Kommunikationsstrategie hinsichtlich der unternehmerischen Verantwortung stimmt noch lange nicht mit der Etablierung interner Informationssysteme und Prozesse überein, die zur Messung von CR-Faktoren notwendig sind. Dies wird deutlich, wenn die Resultate bezüglich Prozessreife dem CR Reporting gegenübergestellt werden.

 

Viele US-amerikanische Unternehmen beispielsweise kommunizieren sehr aktiv, haben aber vergleichsweise wenig qualitätssichernde Standards eingeführt. Dies birgt die Gefahr, nachträglich Angaben berichtigen zu müssen. Neben nötigen Neubewertungen aufgrund eines Kaufs oder Verkaufs von Unternehmenseinheiten können zum Beispiel auch falsche Energieverbrauchsangaben, neu berechnete Emissionswerte oder nicht erfasste Trainingsstunden zu nötigen «Restatements» führen. Berichtigungen bei den gemachten Angaben können die Vertrauenswürdigkeit der CR-Aktivitäten aufs Spiel setzen oder die Position in einem Vergleichs-Index verändern. Die Rückstufung in einem Index birgt beispielsweise das Risiko, von Nachhaltigkeitsfonds nicht mehr berücksichtigt zu werden. Auch in der Schweiz besteht Nachholbedarf: Sie befindet sich im internationalen Vergleich bezüglich Qualität bloss im oberen Mittelfeld.

 

Qualität der Kommunikation vs. Prozessreife

 

Qualität der Kommunikation vs. Prozessreife

Energie- und Förderunternehmen als Vorreiter

Auf globaler Ebene betreiben diejenigen Unternehmensbranchen am meisten CR-Berichterstattung, welche bezüglich Gesellschaft und Umwelt stark exponiert sind. 84% aller untersuchten Unternehmen der Forstwirtschaft und Papierindustrie und ebenfalls 84% der Minenkonzerne rapportieren ihre CR-Aktivitäten.

 

Unternehmen mit CR Reporting nach Branchen

 

Unternehmen mit CR Reporting nach Branchen 

Auch diejenigen Branchen, welche in der Schweiz besonders stark vertreten sind, verzeichneten deutliche Zuwachsraten: Der Anteil der Unternehmen mit einem CR Reporting stieg in der Finanz- und Versicherungsindustrie gegenüber der letzten Erhebung um 11%, in der Nahrungsmittelindustrie um 20% und in der Chemiebranche um 6%. Der Anteil in der Pharmaindustrie hat sich von 25% auf 64% gar mehr als verdoppelt. Aufholpotenzial besteht vor allem bei den Transportunternehmen, welche in den letzten Jahren viel daran gesetzt haben, ihre Emissionen zu reduzieren.

Reputation als Haupttreiber

Während im Jahre 2008 hauptsächlich noch ethische Überlegungen zur Veröffentlichung eines CR-Berichts motivierten, so zeigt sich demgegenüber in der aktuellen Studie, dass die Stärkung der Reputation und der Marke den Haupttreiber darstellt. Rein ökonomische Erwägungen stehen zumindest primär nicht mehr im Zentrum: Nur noch 32% (gegenüber 68% im 2008) der Unternehmen gaben an, aus ökonomischen Überlegungen ihre CR-Aktivitäten offen zu legen. Auch in der Schweiz steht die Reputation mit 68% als Motivator an erster Stelle – dicht gefolgt von ethischen Überlegungen (64%). Der wirtschaftliche Nutzen steht in der Schweiz mit 64% stärker im Fokus als im internationalen Durchschnitt.

 

Gründe der G250-Unternehmen für CR Reporting

 

Gründe der G250-Unternehmen für CR Reporting

 

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Weitere Informationen erhalten Sie bei:

 

KPMG AG

Andreas Hammer

Head of Public Relations & Public Affairs

Telefon: +41 44 249 48 20

Mobil: +41 79 335 75 06

E-Mail: kpmgmedia@kpmg.ch

www.kpmg.ch

 

Corporate Responsibility Berichterstattung − Umfrage 2011

Rollup Corporate Responsibility Reporting
Die KPMG International Corporate Responsibility Reporting Studie 2011 ist die grösste und umfassendste Umfrage, die im Bereich Corporate Responsibility (CR) jemals veröffentlicht wurde.

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