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  • Typ: Press release
  • Datum: 26.03.2009

Die Regulierung als Erfolgsfaktor 

Auch angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise rücken Fragen der (richtigen) Regulierung immer mehr ins Zentrum: Einerseits zur Eruierung der Gründe für die negative Wirtschaftsentwicklung, andererseits zur Etablierung eines stabileren, weniger risikoanfälligen Wirtschaftssystems. Dabei handelt es sich um zentrale Fragen für die künftige Weiterentwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft, die breit und öffentlich diskutiert werden müssen.

Mit Regulierungen versuchen Einzelstaaten und internationale Organisationen, mögliche

Fehlentwicklungen in Wirtschaft und Gesellschaft zu verhindern und das Vertrauen in die

Marktteilnehmer zu stärken. Heute gibt es kaum ein Gebiet mehr ohne wesentliche regulatorische

Eingriffe.

 

Stellenwert der Regulierung nimmt weiter zu

Wegen der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise stehen Regulierungsfragen derzeit besonders

im Fokus der öffentlichen Diskussion. Bei der Frage, wie es zu dieser Wirtschaftsentwicklung

kommen konnte, wird oft auf ungenügende regulatorische Vorgaben und mangelhafte Kontrollen

hingewiesen. In Zukunft sollen verbesserte Risikokontrollen und eine verstärkte Marktaufsicht

helfen, eine neue, weniger risikoanfällige Wirtschaftskultur zu etablieren. Doch so sehr sich die

wichtigsten politischen Akteure darin einig sind, dass ähnliche Fehlentwicklungen und

Systemrisiken künftig verhindert werden müssen, so sehr variieren ihre konkreten

Lösungsvorschläge. Erschwerend kommt hinzu, dass die Wirtschaftsphänomene heute globaler

Natur sind, die Reichweite der Regulierung aber zumeist an der Landesgrenze Halt macht. Von

den Aufsichtsbehörden wird deshalb im Zusammenhang mit der Finanz- und Wirtschaftskrise

mehr internationale Zusammenarbeit gefordert. Zudem sind die europäischen und US-amerikanischen Einflüsse auf die Regulierungstätigkeit unverkennbar.

 

 

Mehr Regulierung heisst nicht unbedingt bessere Regulierung
Der Regulierung kommt also ein sehr hoher Stellenwert zu. Gleichzeitig droht die

Wirtschaftsordnung aber wegen einer Normenflut an Übersichtlichkeit zu verlieren. Gerade in der

Schweiz neigt man dazu, internationale Regeln mit dem sog. «Swiss Finish» noch aufzublähen.

Dabei sollte eine alte Weisheit gelten: Mehr Regulierung bedeutet nicht unbedingt bessere

Regulierung. Zusätzliche Regulierung macht nur dann Sinn, wenn auch der Vollzug sichergestellt

ist. Und mehr Regulierung bedeutet für die Unternehmen immer auch mehr Verwaltungsaufwand,

weil mittels Compliance-Programmen die Einhaltung der Normen sichergestellt werden muss. Im

Standortwettbewerb wird deshalb nicht jener Staat die Nase vorne haben, der die besseren

Gesetzestexte entwickelt, sondern jener, welcher auch bereit ist, bisherige Vorschriften

regelmässig zu überprüfen und allenfalls abzuschaffen und die Staatsquote und

Regulierungsdichte vergleichsweise tief zu halten. Der Selbstregulierung kommt auch in Zukunft

grosse Wichtigkeit zu, wenn es darum geht, Wettbewerb, Freiheit und Sicherheit

aufrechtzuerhalten. Denn die beteiligten (privaten) Organe geniessen – nicht zuletzt wegen ihrer

fachlichen Qualifikation – zumeist grösseres Vertrauen als staatliche Organe.

 

Eine breite, öffentliche Diskussion ist nötig 

Da regulatorische Fragen in einem Land mit direktdemokratischer Tradition besonders breit

diskutiert werden, die Erwartungen an die Politik sehr hoch sind und die Wirksamkeit künftiger

Regulierungen wegen des derzeit fehlenden Vertrauens zentral ist, kommt einer profunden

Diskussion um die (richtige) Regulierung in Zukunft noch mehr Gewicht zu. Als führende

Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft, die täglich mit Regulierungsfragen konfrontiert

ist, will KPMG Schweiz einen Beitrag an eine möglichst breite Diskussion leisten:

  1. Publikation «Regulierung verstehen»: In der neuen Publikation «Regulierung verstehen» reflektiert KPMG zusammen mit prominenten Vertretern aus Wirtschaft und Politik die Regulierung in der Schweiz und ihre aktuellen Herausforderungen.
  2. «KPMG’s Media Institute»: Am jüngsten «KPMG’s Media Institute» hat KPMG zusammen mit Gerold Bührer (Präsident von economiesuisse), Thomas Werlen (Group General Counsel von Novartis), Werner Marti (früherer Preisüberwacher und alt Nationalrat) sowie Beat Kappeler (Kommentator NZZ am Sonntag) die Frage erörtert, ob die «Schweiz vor einer regulatorischen Welle?» stehe.

Die Publikation «Regulierung verstehen» ist auf Deutsch (ab Ende Mai 2009 auch auf Französisch und Englisch) erhältlich. Bestellungen der gedruckten Broschüre über kpmgpublications@kpmg.ch, Gratisdownload des pdf-Dokuments über www.kpmg.ch/regulation.

 

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Weitere Informationen erhalten Sie bei:

 

KPMG AG

Andreas Hammer

Head of Public Relations

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E-mail: kpmgmedia@kpmg.ch

http://www.kpmg.ch

 

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