Die KPMG Kapitalkostenstudie 2012/2013 , die in den Ländern Deutschland, Österreich und Schweiz mittlerweile im siebten Jahr in Folge durchgeführt wurde, zeigt die tatsächliche Auswirkungen dieses anhaltend schwierigen Marktumfelds auf die Bilanzierungs- und Bewertungspraxis der Unternehmen, insbesondere auf die Kapitalkosten auf. Zudem wurden Branchenspezifika betrachtet und Vergleiche zwischen dem deutschen und schweizerischen Markt gezogen.
Einige wichtige Ergebnisse im Überblick
- Die Zahl der Unternehmen, die im aktuellen Befragungszeitraum (von Juni bis Oktober 2012) einen Goodwill Impairment erfasst haben, ist gegenüber dem Vorjahr von 23 auf 26 Prozent gestiegen.
- Die Höhe des durchschnittlichen abgeschriebenen Goodwill ist von 17 auf 6 Prozent gesunken.
- 39 Prozent der teilnehmenden Unternehmen erstellten eine vollständige integrierte Planung. • Der durchschnittliche WACC liegt unverändert bei 7,9 Prozent und variiert je nach Branche zwischen 5,8 und 8,8 Prozent.
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2013 schätzten 64 Prozent der Unternehmen unverändert bis positiv ein (Vorjahr: 84 Prozent). Die gleiche Tendenz zeigten auch die Angaben der Teilnehmer zur Einschätzung der wirtschaftlichen Lage des eigenen Unternehmens.
Eine Mehrheit von 53 Prozent erwartet ein stabiles Zinsniveau für 2013 (Vorjahr: 29 Prozent), wobei in der Schweiz sogar 81 Prozent mit einem stabilen Zins rechnen. Einen Anstieg erwarten nur noch 44 Prozent (Vorjahr: 69 Prozent).
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass es in einem weiterhin unsicheren Markt immer wichtiger wird, Risiken und Unsicherheiten in den Planungsrechnungen adäquat zu berücksichtigen.