Schweiz

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  • Service: Financial Services
  • Datum: 14.09.2012

FATCA: Herausforderungen für Pensionskassen 

Der «Foreign Account Tax Compliance Act» (FATCA) ist ein komplexes Berichterstattungs- und Quellensteuer-Regelwerk. Das entsprechende Gesetz wurde 2010 verabschiedet, um sicherzustellen, dass US-Personen ihrer weltweiten amerikanischen Steuerpflicht nachkommen und die entsprechenden Vermögenswerte und – erträge vollständig deklarieren.
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Um dieses Ziel zu erreichen, begründet FATCA erhebliche US-Dokumentations-, Identifikations-, Melde und Quellensteuer-Pflichten für ausländische (aus US Sicht) Finanzinstitutionen («Foreign Financial Institution» oder «FFI»). Kommt eine FFI diesen Pflichten nicht nach, so droht ihr ein Quellensteuerabzug von 30% auf allen Bruttovermögenserträgen, Löhnen und Bruttoverkaufserlösen aus direkten und indirekten amerikanischen Quellen. Die Belastung der Quellensteuer erfolgt dabei unabhängig vom Adressaten der Transaktion und bezieht sich ausschliesslich auf den Status der FFI, über welche die Transaktion abgewickelt wird. Somit würde ein Quellensteuerabzug auch für einen Schweizer Kunden (nicht U.S. Person) fällig, falls die FFI, über welche die Zahlung (z.B. Dividende) ausgeführt wird, keinen FATCA konformen Status besitzt. Auch Pensionskassen sind insofern von FATCA betroffen, als dass sie über die eigene FATCA-Compliance hinaus auch diejenige ihrer Geschäftspartner kennen müssen. Sie müssen sicherstellen, dass keine abzugspflichtigen Zahlungsströme via einer FFI (z.B. Depotstelle) abgewickelt werden, welche die Anforderungen nicht erfüllt.
 

FATCA Competence Center

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FATCA wurde als Teil des HIRE Gesetzes am 10. März 2010 durch den U.S.-Kongress verabschiedet. FATCA folgt den Vorgaben des "US-Stop Tax Haven Abuse Act 2009" und zielt primär auf die Verhinderung von Steuerhinterziehung durch US-Personen ab.