Schweiz

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  • Service: Advisory, Consulting, Internal Audit, Risk and Compliance Services
  • Typ: Survey report
  • Datum: 03.11.2010
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Nachhaltigkeit Interner Kontrollen 

Die Studie «Nachhaltigkeit Interner Kontrollen» von KPMG Schweiz zeigt, dass die Mehrheit der Unternehmen in der Schweiz kein Konzept hat, um die Nachhaltigkeit des IKS zu sichern.
Cover Nachhaltigkeit internen Kontrollen
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 Fragen bezüglich der Nachhaltigkeit sowie des konkreten Nutzens des IKS für das Unternehmen blieben bisher oftmals unbeantwortet. Aus diesem Grund hat KPMG Schweiz eine Studie durchgeführt, deren Resultate sich in fünf Hauptaussagen gliedern lassen:
  1. Die Implementierung des Internen Kontrollsystems (IKS) der befragten Unternehmen konzentriert sich mehrheitlich auf die Einhaltung der Anforderungen der Schweizer Gesetzgebung. Bei zahlreichen Unternehmen fehlt es an einer effektiven Zusammenführung des IKS mit dem operativen Geschäft oder mit anderen Führungsinstrumenten (z.B. Operationelles Risikomanagement, Balanced Scorecard).

  2. Der IKS-Kontrollkatalog der meisten Unternehmen besteht primär aus manuellen und detektiven Kontrollen. Die operativen Kosten für den Unterhalt eines effektiven IKS werden nur selten erhoben. Zahlreiche Unternehmen haben einen extensiven IKS Kontrollkatalog eingeführt. Die Funktionalität von IT-Applikationen wurde jedoch nur selten berücksichtigt um z.B. die Zahl an manuellen und nachträglich aufdeckenden Kontrollen zu reduzieren. Das Resultat sind enorme Anstrengungen, um die IKS-Kontrollen aufrechtzuerhalten, auszuführen und zu testen.

  3. Zahlreiche Unternehmen haben Mühe, das IKS aktuell zu halten und dessen operative Anwendung zu überwachen. Für die Beurteilung verlassen sich die Unternehmen meistens auf die Prüfungsergebnisse der Revisionsstelle. Oftmals wird das anfänglich dokumentierte IKS nicht angepasst, wenn die entsprechenden Prozesse und Kontrollen verändert werden. Eine Aktualisierung findet meist nur während der Phase der jährlichen Prüfung durch die Revisionsstelle statt.

  4. Mehrheitlich verlässt sich die Unternehmensführung darauf, dass das IKS effektiv durch die Prozess- und Kontrollverantwortlichen betrieben wird. Die Erwartungen der Unternehmensführung an ein effektiv angewendetes IKS werden mit der tatsächlich gelebten Umsetzung der IKS-Vorgaben im Unternehmen oft nur teilweise erfüllt. Die Einführung der Stelle eines IKS-Koordinators hat dazu beigetragen, die IKS Agenda besser gegenüber der Linie zu kommunizieren und deren Akzeptanz zu erhöhen. Das IKS und dessen Zweck werden in der Linie jedoch oftmals als abstrakt und ohne konkreten Nutzen empfunden.

  5. Die Mehrheit der Unternehmen hat kein Konzept, um die langfristige Nachhaltigkeit des IKS zu sichern. Die Verwaltung des IKS beinhaltet meist das Bewirtschaften individueller, unzureichend verbundener Dokumente (z.B. Risiko-Kontroll-Matrix, Kontrollbeschreibungen, Prozessbeschreibungen). Die Interaktion zwischen den Prozess- und Kontrollverantwortlichen sowie dem IKS-Koordinator ist nicht immer ausreichend, um das IKS effektiv und effizient zu verwalten.