Schweiz

Details

  • Service: Financial Services, Regulatory Services
  • Typ: Business and industry issue
  • Datum: 21.11.2013

Vergütungssysteme 

Das FINMA-Rundschreiben «Vergütungssysteme» definiert Mindeststandards für die Ausgestaltung, Umsetzung und Offenlegung von Vergütungssystemen bei Finanzinstituten mit dem Ziel, die Vergütungspraktiken in der Finanzbranche nachhaltig zu beeinflussen. Dabei sollen Vergütungssysteme keine Anreize schaffen, unangemessene Risiken einzugehen und damit möglicherweise die Stabilität von Finanzinstituten zu gefährden.
Cover Image
Jetzt herunterladen
Um die PDF Dateien anzuschauen, benötigen Sie den Adobe Acrobat Reader

Geltungsbereich des Rundschreibens:

 

Das Rundschreiben gilt für die nach folgenden Gesetzen regulierten Finanzinstitute:

 

  • Bankengesetz (BankG)
  • Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG)
  • Börsengesetz (BEHG)
  • Kollektivanlagengesetz (KAG)

 

Grosse Banken und Versicherungen:

 

Grosse Banken und Versicherungen sind zu einer zwingenden Umsetzung verpflichtet. Der Geltungsbereich wird durch Schwellenwerte auf Basis

  • der erforderlichen Eigenmittel für Banken und
  • der geforderten Solvabilitätsspanne bei Versicherungen

 

festgelegt. Der Schwellenwert liegt bei zwei Milliarden Franken.

 

Kleine und mittlere Institute:

 

Für diese Institute stellen die Grundsätze des Rundschreibens Leitlinien dar, an denen sie sich bei der Festlegung ihrer Vergütungspolitik orientieren sollen.

 

Die FINMA

 

  • wird die Vergütungspolitik in ihren risikobasierten Aufsichtsprozess vertieft einbeziehen,
  • behält sich vor, einzelne Institute unabhängig der Schwellenwerte verbindlich dem Rundschreiben zu unterstellen.

 

Die FINMA wird von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, wenn dies aufgrund des Risikoprofils oder aufgrund von Missständen und unangemessenen Vergütungspraktiken angebracht ist.